New York: West-Nil-Virus an Mücken gefunden


In einem New Yorker Stadtteil wurde das West-Nil-Virus an Mücken entdeckt. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann die Ansteckung bis zum Tod führen. Im vergangenen Jahr sind in den USA 43 Menschen an dem Virus gestorben.

Wer in diesen Tagen nach New York fliegen will, sollte sich dies lieber zwei Mal überlegen. Wissenschaftler haben an Mücken im New Yorker Stadtbezirk Staten Island den West-Nil-Virus entdeckt. Nun warnen die zuständigen Behörden die New Yorker Bevölkerung vor einer Ansteckung. Das Virus kommt stammt aus Uganda und kann im schlimmsten Fall bis zum Koma führen.

Menschen ab 50 besonders gefährdet

Allerdings betonte die zuständige Gesundheitsbehörde der Millionenmetropole, dass bis jetzt keine Menschen mit dem Virus in Verbindung gekommen wären. Trotzdem rief die Behörde die Bevölkerung zur Vorsicht auf, besonders Menschen jenseits der 50 seien besonders gefährdet, wie es weiter hieß.

Schützen sollten sich die New Yorker mit Insektenspray und außerdem sollten auch Arme und Beine bedeckt gehalten werden, dies gilt besonders während der Dämmerung. In erster Linie wird das gefährliche Virus von Vögeln getragen. Von der Mücke kann das Virus aber auch auf den Menschen übertragen werden, erklärte die New Yorker Behörde.

Gegenmittel noch nicht auf dem Markt

Heimisch ist das Virus in Afrika, Asien, Australien und Europa, entdeckt wurde es 1937 in Uganda. Bei einer Ansteckung kann die Erkrankung bis zum Koma führen, aber zu solchen schweren Krankheitsverläufen kommt es eher selten. Neben dem Koma kann die Erkrankung auch zu einer Meningitis oder Enzephalitis führen, was zu bleibenden Gesundheitsschäden führen kann.

Vor gut vier Jahren hatten Wissenschaftler vom Fraunhofer- Institut ein Gegenmittel entwickelt. Die ersten klinischen Studien waren auch sehr vielversprechend, aber bis jetzt ist das neue Mittel leider noch nicht auf dem Markt.

43 Tote in 2011

Steckt sich ein Mensch mit dem Virus an, ergeben sich in gut 80 Prozent keine Symptome. In den restlichen Fällen ergeben sich grippeähnliche Symptome, auch unter dem West-Nil- Fieber bekannt. Besonders Menschen ab dem 50. Lebensjahr haben ein erhöhtes Risiko einen schweren Krankheitsverlauf zu entwickeln. Die Symptome treten meist nach 3 bis 14 Tagen nach der Ansteckung auf.

In den USA wurden zwischen den Jahren 1999 und 2011 etwa 149 Personen mit dem Virus angesteckt, 18 überlebten die Krankheit nicht. Im Jahr darauf wurden schon 4156 Infektionen registriert, wovon 284 Infizierten starben. Im vergangenen Jahr gab es hingegen nur 690 Infektionen mit 43 Todesopfern.

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