Lancaster Syndrom: Gibt es das wirklich?


Die Lancaster Krankheit ist mit der „Amyotrophe Lateralsklerose“ vergleichbar.

Das Lancaster Syndrom wird in der bekannten deutschen Vorabend-Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten erwähnt und als „seltene Nervenkrankheit“ definiert, bei der der Betroffene sukzessiv die Fähigkeit verliert, seinen Körper zu steuern. Durch die Erkrankung werden die Gehirnzellen immer weiter abgebaut und somit können Nervenimpulse nicht mehr an die zuständigen Bereiche weitergegeben werden. Das „Signal“ bleibt stecken, bevor es zur Ausführung des „Befehls“ kommen kann. Folglich haben die Patienten keine Kontrolle mehr über ihren Körper, dessen Nervenbahnen langsam aber sicher verkümmern. Das Lancaster Syndrom ist nicht therapierbar und die Diagnose somit das sichere Todesurteil.

Die bei GZSZ thematisierte „Lancaster Krankheit“ ist rein fiktiv und von den Serienautoren hier zu Unterhaltungszwecken eingebracht worden. Allerdings gibt es genug reale Krankheitsbilder, deren Symptome und Verlauf ähnlich zu denen des Lancaster Syndroms sind. Grundsätzlich ist es also zwar richtig, dass das Lancaster Syndrom an sich nur erfunden ist, nicht aber die Problematik einer Erkrankung des Nervensystems. Die „Amyotrophe Lateralsklerose“ beispielsweise lähmt den Körper durchschnittlich innerhalb von weniger als fünf Jahren und stellt damit durchaus eine existente Variante der Lancaster Krankheit dar. Solch ein schockierendes Schicksal wie in GZSZ gibt es also zweifellos leider auch in der Realität.

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