Elektronische Gesundheitskarte soll bis 2014 ausgeliefert sein


Die Gesundheitskarte kommt langsam aber sicher ins Rollen, bis zum Jahresende wollen die Krankenkassen 70 Prozent ihrer Versicherten mit der neuen Karte ausgestattet haben. Bei großen Krankenkassen haben bereits jetzt gut 50 Prozent der Versicherten die Karte erhalten.

Seit dem vergangenen Jahr erhalten die gesetzlich Versicherten ihre neue elektronische Gesundheitskarte. Stolze acht Jahre hat es gedauert, bis die Karte ihren Weg zu den Versicherten fand. Bis zum Ende des laufenden Jahres sollen mindestens 50 Millionen Versicherte die Gesundheitskarte erhalten haben. Über die Kosten schweigt sich der Gesetzgeber weiter aus.

Mitte des Jahres 2014 sollen die Daten der Versicherten dann zum ersten Mal online aktualisiert werden, wie es in einem Bericht des Bundesgesundheitsministeriums heißt, der der Tageszeitung „Welt“ vorzuliegen scheint. Zu Beginn der Regierungszeit zwischen Union und FDP war das Projekt der elektronischen Gesundheitskarte noch umstritten.

70 Prozent bis zum Jahresende

Wie es in dem „Sachstandsbericht“ des Bundesgesundheitsministeriums weiter heißt, haben inzwischen 90 Prozent aller niedergelassenen Ärzte-, Zahnärzte und Krankenhäuser auf das neue Lesegerät umgestellt. Zudem haben die gesetzlichen Krankenkassen das vom Gesetzgeber gesteckte Ziel, die Karte an mindestens 10 Prozent der Versicherten zum Jahresende 2011 auszuliefern, ohne Probleme erfüllt.

Zum Ende dieses Jahres müssen die Krankenkassen dann 70 Prozent der gesetzlichen Versicherten mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet haben. Das Bundesgesundheitsministerium hat keine Zweifel daran, dass die Krankenkassen auch diese Hürde problemlos meistern werden.

Große Krankenkassen im Soll

Mitte 2014 sollen dann alle gesetzlich Versicherten ihre neue elektronische Gesundheitskarte erhalten haben, dann können die Daten auch online geändert werden, bis jetzt war das nur durch den Austausch der Karte möglich. In Zukunft sollen auf der Karte eventuell noch die Bereitschaft zur Organspende, Arztbriefe und elektronische Rezepte gespeichert werden.

Die großen Krankenkassen sehen keine Probleme mit der Einhaltung der Quote, so hat die Techniker Krankenkasse schon jetzt 47 Prozent seiner Versicherten mit der neuen Karte ausgestattet. Bei der BARMER GEK sind es schon gut 50 Prozent. Wie die Krankenkasse erklärte, ist die Rücklaufquote der Briefe sehr hoch, in denen um ein Passbild gebeten wird.

Ärzteschaft hat Gesundheitskarte immer wieder verzögert

Auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen liegen im Soll, hier haben 40 Prozent der Versicherten die neue Gesundheitskarte erhalten. Sollte alles nach Plan laufen, hätte sich die Gesundheitskarte um acht Jahre verzögert. Vor allem die Ärzteschaft hatte die neue Karte immer wieder durch Blockaden verzögert.

Auch die gesetzlich Versicherten akzeptieren die Karte in der Zwischenzeit, waren es 2009 noch 60 Prozent der Versicherten, die die Karte befürworteten, sind es heute schon mehr als 70 Prozent. Wie hoch die Kosten sind, mag niemand zu beziffern, da nicht beurteilt werden kann, was die Krankenkassen für die Beschaffung der Karten ausgegeben haben. In der Vergangenheit hatte das Gesundheitsministerium Kosten von 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro angegeben.

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