Spezialjet mit erstem Ebola-Patienten in Deutschland gelandet


Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ist am Hamburger Flughafen der Spezialjet mit dem ersten Ebola infizierten Patienten in Deutschland gelandet. Dort soll er im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt werden. 

Nach seiner Ankunft am Geschäftsfliegerzentrum in Hamburg soll der erste Patient mit bestätigter Ebola-Infektion in Deutschland von der Feuerwehr in einem Isolierrettungswagen, der speziell für Patienten mit hoch infektiösen Krankheiten ausgestattet ist, in die Eppendorfer Uniklinik gebracht werden. Dort soll er dann im Behandlungszentrum für hoch ansteckende Erkrankungen medizinisch versorgt werden. Nachdem die WHO am Hamburger UKE um eine Behandlung ihres Mitarbeiters angefragt hatte, wurde in Abstimmung mit der dortigen Gesundheitsbehörde einer ärztlichen Behandlung des Patienten zugestimmt. Eine Infektion mit diesem gefährlichen Krankheitserreger kann zu hohem Fieber und Blutungen führen. Für die Menschen in Hamburg bestünde allerdings keine Gefahr, betonte der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, weil eine Ansteckung mit dem Ebola-Virus nur über direkten Kontakt mit einem Infizierten, etwa durch Körperflüssigkeiten, erfolgen könne.

Schwieriger Kampf gegen Ausbreitung von Ebola  in Westafrika

Die WHO teilte mit, dass sich in Westafrika bereits 240 Ärzte, Pfleger und andere Helfer mit dem Ebola-Virus infiziert hätten, davon seien bereits 120 verstorben. Auch auf Grund dieser dramatischen Entwicklung, soll die WHO ihre Mitarbeiter aus einem Labor in Sierra Leone abgezogen haben, nachdem es dort eine Infektion mit dem Virus gegeben haben soll. Als Gründe für die hohe Infektionsrate unter den Helfern, nannte die WHO eine oft unzureichende Ausstattung mit Schutzausrüstung. So fehlten oft Spezialkleidung, Mundschutz oder Handschuhe, was das Risiko einer Infektion zwangsläufig erhöhen würde. Zudem herrschten in manchen Gebieten nahezu chaosartige Zustände, was zu einer Überforderung vieler Helfer führe und ebenfalls zu einer Steigerung das Infektionsrisikos führe. Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Ebola-Virus kritisierten die Vereinten Nationen (UN) bereits die Reduzierung der internationalen Flüge nach Westafrika. Denn diese Flugbeschränkungen würden es deutlich erschweren Helfer und Hilfsgüter in die von Ebola betroffenen Länder zu bringen. Eine erhebliche Ausweitung der Maßnahmen zur Eindämmung der Ebola-Epidemie durch die UN seien nur möglich, wenn die Flüge in die betroffenen Gebiete wieder aufgenommen würden. Es gibt aber auch Kritik an der WHO: So warf der belgische Forscher Peter Piot, einer der Mitentdecker des Ebola-Virus, der Weltgesundheitsorganisation vor, viel zu spät auf die Epidemie reagiert zu haben. Denn bereits im März soll es Warnungen vor einer Ebola-Epidemie gegeben haben.

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