Wissenschaftler: Auch Gelegenheitsraucher sind Raucher


Auch Gelegenheitsraucher zählen zu den Rauchern. Das schreiben US- amerikanische Wissenschaftler in einem aktuellen Bericht. Einige von ihnen geben ihren Tabakkonsum nicht offen zu, selbst wenn sie täglich zur Zigarette greifen und verzerren somit die Statistik und schaden damit auch ihrer Gesundheit.

Mittlerweile geht der Trend zum Rauchen immer weiter zurück. Aber gelten Gelegenheitsraucher auch zu den Rauchern? US- amerikanische Wissenschaftler bejahen diese Frage. Da das Rauchen immer mehr mit einem negativen Image behaftet wird, zählen sich immer mehr Gelegenheitsraucher zu den Nichtrauchern. Aber auch Gelegenheitsraucher spielen mit ihrer Gesundheit.

Im Gegensatz zur Alkohol, wo geringe Mengen sogar gut für die Gesundheit sein können, gibt es für das Rauchen keine Untergrenze. Selbst nur eine Zigarette alle paar Tage schadet der Gesundheit, so die Wissenschaftler. Daher zählen sie die Gelegenheitsraucher zu den Rauchern. Dennoch geben viele Raucher ihren gelegentlichen Tabakkonsum nicht offen zu.

Gelegenheitsraucher in zwei Gruppen eingeteilt

Allein in Kalifornien soll ihr Anteil über 12 Prozent liegen, wie die Wissenschaftler in ihrem Bericht schreiben. Jeder fünfte von ihnen soll sogar mindestens einmal täglich zu einer Zigarette greifen. Die Wissenschaftler stuften Menschen in Rahmen einer Umfrage als Raucher ein, wenn sie mindestens eine Zigarette in den letzten 30 Tagen geraucht hatten oder in ihrem Leben bereits mehr als 100 Mal zu einem Glimmstängel gegriffen hatten.

Dabei teilten die Wissenschaftler die Gelegenheitsraucher in zwei Gruppen ein. Zum einen eher junge Menschen, die nur zu Anlässen wie Partys oder Feiern rauchen und glauben sie wären nicht abhängig und in eine zweite Gruppe, bei denen es sich um über 45 Jahre alte Menschen handelt, die in der Vergangenheit regelmäßig geraucht haben und einen kompletten Rauchstopp versucht, aber nie geschafft hätten.

Folgen des Tabakkonsums nicht unterschätzen

Wer zur Zigarette greift, aber angibt Nichtraucher zu sein, verzerrt auf der einen Seite die Statistik und auf der anderen Seite, was noch viel schlimmer ist, schadet er seiner Gesundheit. Weil diese Menschen irrtümlicher Weise denken, sie wären Nichtraucher und somit auch nicht vorhaben mit dem Rauchen aufzuhören, setzten sie sich den Folgen des Tabakkonsums aus, so die Wissenschaftler zum Abschluss.

Durchgeführt wurde die Umfrage von der University of California in San Diego. Erschienen ist die aktuelle Studie in dem Fachmagazin „Tobacco Control“.

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