Untersuchung: Unser Gangbild bestimmt wie wir die Umwelt sehen


Wie wir gehen sagt offensichtlich viel über unsere Gefühlswelt aus. Einer aktuellen Studie zufolge nehmen wir im fröhlichen Zustand eine andere Körperhaltung ein, als wenn wir traurig oder depressiv sind.

Die Art zu gehen verrät einer aktuellen Studie zufolge doch wesentlich mehr über uns aus, als wir eigentlich annehmen. So verrät die Art wie wir gehen, wie es in uns aussieht. Sind wir zum Beispiel traurig, frustriert oder gar depressiv, nehmen wir eine bestimmte Haltung an.

Deutsch- Kanadische Studie

Hängende Schultern und ein schlurrender Gang sind demnach optische Indizien, dass es uns schlecht geht. Ein neues Experiment zeigt nun aber auch, dass sich die Gangart auf die Stimmung des Menschen auswirken kann. Bei Depressionen ist Bewegung hilfreich, dass haben schon viele Studien bewiesen.

Nun wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob die Art des Ganges Auswirkungen auf depressionsrelevante Prozesse hat, so die Wissenschaftler in einer aktuellen Stellungnahme. Durchgeführt wurde das Experiment von deutschen sowie kanadischen Wissenschaftlern.

Körperhaltung wurde beobachtet

Frühere Studien hatten schon bewiesen, dass sich die Stimmung eines Menschen auf seine Gangart auswirkt. Für die aktuelle Studie baten die Wissenschaftler 39 Studenten auf einem Laufband zu gehen. Währenddessen wurden die Probanden mit positiven sowie auch negativen Begriffen konfrontiert, heißt es in dem Bericht.

Für jeden Begriff konnten sich die Testpersonen entscheiden, ob sie ihn beschreiben wollen. Die Probanden sahen außerdem einen Zeiger, der entweder nach rechts oder links ausschlug. Was sie allerdings nicht wussten, dass ihre Körperhaltung während des Tests erfasst wurde.

Traurige Menschen erinnern sich an mehr

Ein Teil der Probanden wurde gebeten den Zeiger möglichst links und die anderen den Zeiger möglichst rechts zu halten. Dabei worden sie unbewusst dazu gebracht, eine fröhliche bzw. traurige Gangart einzunehmen. Nach acht Minuten worden die Studenten dann einem Gedächtnistest unterzogen.

Dabei sollten sie sich an so viele Begriffe wie möglich erinnern. Die Studenten die eine negative Haltung eingenommen hatten, erinnerten sich an deutlich mehr Begriffe, als die Probanden die die fröhliche Gangart eingenommen hatten. Dies wird auch immer wieder bei Menschen mit Depressionen beobachtet.

Neue Behandlungsmethoden entwickeln

Diese Menschen neigen dazu, sich auf schlechte Gefühle und Erlebnisse zu konzentrieren und bekommen so einen negativen Blick auf die Dinge und ihre Umwelt. Somit hat die Gangart einen großen Einfluss darauf, ob wir eher positive oder negative Einflüsse um uns herum wahrnehmen, so die Wissenschaftler in ihrer Auswertung.

Dies ist mit Hinblick auf die Behandlung von Depressionen eine wichtige Erkenntnis. So könnte es zum Beispiel durch das Antrainieren einer positiven Körperhaltung gelingen, negative Gedankenprozesse zu ändern. Somit gibt es einen Zusammenhang zwischen Körper und Psyche.

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