Sport kann sich positiv auf Krebserkrankungen auswirken


Einer aktuellen deutschen Studie zufolge stellt Sport während einer Krebserkrankung kein Risiko da, sondern wirkt sich sogar positiv auf die Krebserkrankung aus und vermindert die Rückfallquote deutlich, wie die Wissenschaftler auf dem deutschen Krebskongress erklärten.

Krebs ist weiterhin eine gefährliche Erkrankung. Lange rieten Mediziner davon ab, während einer Krebserkrankung Sport zu treiben. Doch in einer neuen Studie hat sich jetzt gezeigt, das Patienten von einer guten Fitness profitieren. Sie tragen mehr natürliche Killerzellen in sich, die die Abwehr von Tumoren stärken.

Mehr natürliche KIllerzellen

So kann besonders intensiver Sport die Krebsbehandlung unterstützen und das Rückfallrisiko deutlich senken. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von Wissenschaftler der Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln durchgeführt wurde und am heutigen Freitag zum ersten Mal vorgestellt wurde.

Auf dem Deutschen Krebskongress erklärten die Wissenschaftler, dass Krebspatienten mit guter Fitness mehr natürliche Killerzellen in sich tragen, die die Krebsabwehr stärken. Der menschliche Körper verfügt über Abwehrzellen, so genannte Killerzellen, die in der Lage sind Tumorzellen zu erkennen und diese auch zu töten.

Positive Auswirkung auf die Krankheit

Die Studie kam zu dem Ergebnis, das leistungsfähige Krebspatienten besser gerüstet sind für den Kampf gegen Krebs und auch eine geringere Rückfallquote haben, so die Autoren der Studie weiter. Je größer die Fitness des Patienten, desto mehr Abwehrzellen stehen dem Körper zur Krebsbekämpfung zur Verfügung.

Bis zur Veröffentlichung der neuen Studie galt Sport während einer Krebserkrankung als Risiko. Die neue deutsche Studie zeigt aber, dass Krebspatienten nicht nur vom Sport profitieren, sondern das sich Sport auch positiv auf die Krebserkrankung auswirken kann.

Höhe der Dosis noch nicht geklärt

An der Studie nahmen jeweils 15 gesunde Menschen und 15 Krebspatienten teil. Die deutschen Wissenschaftler hatten die Krebspatienten in der Nachsorge auf einen Halbmarathon vorbereitet und dabei auch den Immunstatus untersucht.

In der Auswertung stellten die Forscher fest, dass sich intensive Ausdauerleistung bei Krebspatienten positiv auf die körpereigene Tumorabwehr auswirke. Wie hoch die Bewegungsdosis eines Krebspatienten sein muss, damit der maximale Effekt erzielt wird, ließen die Wissenschaftler allerdings offen.

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