• News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
HealthNews
HealthNews
  • News
    • Company News
  • Krankheit
    • COVID-19
    • Forschung
  • Ratgeber
    • Krankenkassen
    • Politik
  • Ernährung
  • DoktorWeigl.de
ErnährungForschungKrankheitenNewsRatgeber

Morbus Crohn: Neue Risikogene für die chronische Darmkrankheit entdeckt

von Anna-Lena Schachtner Posted on 16.11.2022 11:5615.11.2022 19:32

Durchfall und Bauchschmerzen – so äußert sich Morbus Crohn, eine chronisch entzündliche Darmkrankheit, die die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen kann. Von 100.000 Menschen sind in Deutschland ca. 120 bis 200 Personen von den ständigen Verdauungsproblemen betroffen. Ein internationales Forscherteam konnte nun bisher unbekannte Gene ausfindig machen, die das Risiko für die Krankheit erhöhen. Die Erkenntnisse stellen womöglich eine neue Hoffnung in der Therapie von Morbus Crohn dar.

Die Suche nach den Risikogenen

In der Studie, die kürzlich im renommierten Journal „Nature Genetics“ erschien, wurde die DNA von etwa 30.000 Menschen mit Morbus Crohn untersucht. Die Forscher verglichen diese dabei mit dem Genom von ca. 80.000 gesunden Personen. Aus vorherigen Studien wusste man zwar bereits, dass mehr als 200 Regionen im menschlichen Genom für die Entstehung der Krankheit verantwortlich sind – nun fand man aber sechs Gene in Abschnitten der DNA, von denen bisher nicht bekannt war, dass sie mit der Krankheit zusammenhängen.

Warum sind die Befunde so wichtig?

Was Morbus Crohn angeht, sind Wissenschaftler bisher noch relativ ratlos. Die Entstehung der Darmkrankheit könnte zwar etwas mit einem überreaktiven Immunsystem zu tun haben, das bei Menschen mit erblicher Veranlagung schließlich zu den Symptomen führt. Jedoch weiß man generell noch wenig darüber, wodurch Morbus Crohn genau verursacht wird. Der aktuelle Forschungsstand erlaubt es außerdem nicht die Krankheit zu heilen. Eine medikamentöse Behandlung kann die Beschwerden lindern, sie aber nicht vollständig bekämpfen.
Die Entdeckung der neuen Genvarianten könnte auf die offenen Fragen bei der Erforschung von Morbus Crohn nun Antworten liefern. Man stellte nämlich fest, dass diese Risikogene mit den sogenannten mesenchymalen Zellen im Darm zusammenhängen. Unter anderem kommunizieren diese Zellen mit dem Immunsystem und stellen eine Art zweite Darmbarriere dar. Die Schlussfolgerung der Forscher: Eine Störung der Funktionen der Mesenchymalzellen aufgrund einer Vorbelastung mit den genannten Risikogenen könnte eine Ursache für Morbus Crohn sein. Somit verbessern die Befunde das Verständnis über die Entstehung der Krankheit und könnten eine Ausgangsbasis für neue Behandlungsmöglichkeiten darstellen.

So äußert sich Morbus Crohn

Bei Morbus Crohn kann jeder Abschnitt des Verdauungstraktes von den Entzündungen betroffen sein, also etwa auch der Magen. Meist ist jedoch der Dünndarm entzündet. Die Symptome treten in Episoden auf: Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen, meist im Unterbauch, gehören dazu. Den Betroffenen ist dabei häufig übel, sie müssen sich erbrechen oder sie haben keinen Appetit mehr. Die Folge ist nicht selten Gewichtsverlust. Manchmal äußern sich die Krankheitsschübe auch in Form von Fieber. Darüber hinaus kann es sein, dass es zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Vitamin B12 kommt. Das ist der Fall, wenn die Entzündungen den Darm an der Nährstoffaufnahme hindern.

Das kann man gegen die Beschwerden tun

Sind die Symptome bei einem Schub besonders schwer ausgeprägt, werden bestimmte Medikamente wie beispielsweise Kortison eingesetzt. Diese unterdrücken die überschießende Reaktion des Immunsystems. Um einem Schub vorzubeugen, ist es hilfreich die Ernährung anzupassen. Vor allem Ballaststoffe in Form von Vollkornprodukten, Gemüse und Obst sind dabei essentiell. Allerdings ist hierbei auch Vorsicht geboten: Liegt eine akute Entzündung im Darm vor, sollte man auf Ballaststoffe eher verzichten. Um überhaupt erst zu verhindern, dass man die Krankheit entwickelt, sollte man übrigens keinesfalls rauchen – Tabakkonsum ist nämlich ein Risikofaktor für Morbus Crohn.

Morbus Crohn: Neue Risikogene für die chronische Darmkrankheit entdeckt

Vorheriger Artikel

Krebs: Wie Kupfer den Krankheitsverlauf beeinflusst
Morbus Crohn: Neue Risikogene für die chronische Darmkrankheit entdeckt

Nächster Artikel

Traditionell Chinesische Medizin kann Tod durch Herzinfarkt verhindern
Auch interessant
Pandemien im Keim ersticken: Studie zu Plankton gibt Aufschlüsse
Pandemien im Keim ersticken: Studie zu Plankton gibt Aufschlüsse
Posted on 19.05.2021 12:4918.05.2021 17:23
Wortfindungsstörungen: Wenn es einem die Sprache verschlägt
Wortfindungsstörungen: Wenn es einem die Sprache verschlägt
Posted on 09.03.2021 06:2209.03.2021 20:27
Nicht nur schädlich für die Lunge: Abgase beeinträchtigen Hirnfunktion
Nicht nur schädlich für die Lunge: Abgase beeinträchtigen Hirnfunktion
Posted on 03.02.2023 05:3502.02.2023 17:09
Im Alter immer schwächer? Muss nicht sein! So soll dem Muskelabbau entgegengewirkt werden
Im Alter immer schwächer? Muss nicht sein! So soll dem Muskelabbau entgegengewirkt werden
Posted on 22.04.2022 14:4622.04.2022 14:08
CBD – Was ist dran an dem Trend?
CBD – Was ist dran an dem Trend?
Posted on 22.10.2021 11:4521.10.2021 13:36
Surrende Plagegeister: So verhindern Sie den nächsten Mückenstich
Surrende Plagegeister: So verhindern Sie den nächsten Mückenstich
Posted on 24.08.2021 16:3424.08.2021 08:08

Was meinen Sie? Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.

powered by Symptoma.de | Datenschutz | Impressum