Macht die Schlummertaste des Weckers krank?

Jeden Morgen dasselbe Spiel, dass oft im Jugendalter bereits mit den Eltern gespielt wird: Nur noch fünf Minuten! Heute ist es der Wecker, der die Aufgabe des immer wiederholten Weckversuchs übernehmen muss. Und der ist durch die Schlummertaste viel leichter zu überreden. Aber was macht es eigentlich mit uns, wenn wir immer wieder aufwachen und einschlafen?

Die Schlummertaste ist bedenklich

Die Schlummertaste ist zum Symbol für ein allgemeines Problem der Gesellschaft geworden: Schlafmangel. Wer zu wenig schläft, versucht mit der Schlummertaste wenigstens noch ein paar Minuten kostbare Zeit herauszuschlagen. Welchen Anstrengungen der Körper dabei ausgesetzt ist, wissen jedoch die wenigsten. Studien und Schlafforscher sehen im Betätigen der Schlummertaste eine Gefahr für die Gesundheit. Die Schlummertaste kann nur betätigt werden, wenn man wach ist und hier liegt das erste Problem. Sobald der Mensch erwacht, wird Serotonin ausgeschüttet, ein Hormon, das sozusagen als Wachmacher dient. Körper und Gehirn stellen sich auf den Tag ein und sind eigentlich bereit, loszulegen. Der Druck auf die Schlummertaste jedoch sorgt für Verwirrung, denn wer wieder einschläft schüttet das Schlafhormon Melatonin aus. Die Folge daraus ist, dass der Körper durcheinander kommt. Er weiß nicht, ob er aufwachen oder müde sein soll. Außerdem beginnt mit dem erneuten Einschlafen eine neue Schlafphase, die nicht auf natürlichem Wege beendet werden kann.

Gesundheitliche Risiken

Die oben genannte Problematik kann Forschern zufolge zu sogenannter Schlafträgheit führen, welche sowohl körperlich, als auch psychische Folgen hervorbringen kann. Man fühlt sich den Tag über abgeschlagen, was sich auf die Psyche auswirken kann. Entscheidungen geschehen langsamer und das Erinnerungsvermögen wird beeinträchtig. Darüber hinaus kann die Schlafträgheit zu Übergewicht und einem erhöhten Risiko führen, an Diabetes zu erkranken.

Das wahre Problem der Schlummertaste

Wie bereits erwähnt, ist nicht die Schlummertaste das eigentliche Problem, das zur Schlafträgheit führt. Chronischer Schlafmangel heißt hier das Zauberwort. Wer zu wenig schläft, kommt morgens schwer aus dem Bett. Daher ist es nötig, das Problem bei der Wurzel zu packen. Die leichteste Lösung ist natürlich, einfach früher ins Bett zu gehen, um die empfohlene Schlafdauer von sieben bis neun Stunden einzuhalten. Daneben gibt es einige Tipps, die sowohl das Einschlafen, als auch das Aufwachen erleichtern.

Vorkehrungen für Abends und Morgens

Um besser einschlafen zu können, lohnt es sich bereits am Abend Vorkehrungen zu treffen. Temperatur im Raum sollte zwischen 18 und 20 Grad liegen. Mindestens eine Stunde vor dem Schlafen ist es außerdem ratsam, elektronische Geräte, wie das Smartphone oder Tablet, auszuschalten, da das Licht des Displays die Bildung des Schlafhormons Melatonin hemmt. Um sicherzustellen, dass man der Versuchung der Schlummertaste am Morgen nicht doch erliegt, sollte der Wecker außer Reichweite des Betts aufgestellt werden. So ist man dazu gezwungen aufzustehen.
Nun sind alle Weichen gestellt, die einen gesunden Schlaf ermöglichen können. Aber auch am Morgen gibt es kleine Tricks, die beim Aufstehen helfen. Ein warmer Bademantel neben dem Bett erleichtert das Verlassen der warmen Wohlfühlumgebung. Es hilft außerdem, sofort das Licht einzuschalten.

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