Langschläfer erleiden häufiger einen Schlaganfall

Menschen, die über neun Stunden täglich schlafen, erleiden einer neuen Studie zufolge mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall. Die Untersuchung der Huazhong University of Science and Technology zeigte, dass mehr als neun Stunden Nachtruhe oder lang andauernde Nickerchen über den Tag mit einem höheren Schlaganfallrisiko in Zusammenhang stehen. Die Erkenntnisse der Forschungsarbeit wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „Neurology“ präsentiert.

Zu viel Schlaf lässt das Risiko erheblich ansteigen

Für die Studie wurden 31.750 gesunde Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 61,7 Jahren für sechs Jahre bezüglich ihrer Schlafgewohnheiten untersucht. Während dieser Zeit kam es zu 1.438 Schlaganfällen, sowie 119 Vorfällen, bei denen es sich wahrscheinlich ebenfalls darum handelte.
Probanden, die angaben neun oder mehr Stunden pro Nacht zu schlafen, verfügten im Vergleich mit Personen, die nur sieben bis acht Stunden angaben, über ein 23 Prozent höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Darüber hinaus hatten die Teilnehmer, die am Tag ein längeres Mittagsschläfchen von mehr als 90 Minuten hielten, ein um 25 Prozent erhöhtes Schlaganfallrisiko verglichen mit Menschen, die sich über den Tag weniger als eine halbe Stunde zum Schlafen hinlegten.
Die Kombination aus über neun Stunden Schlaf pro Nacht plus ein langes Nickerchen tagsüber erhöhte die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden um stolze 85 Prozent. Darüber hinaus wurde beobachtet, dass Menschen, die schlecht schlafen, um 29 Prozent häufiger einen Schlaganfall bekommen als die, die von einer guten Schlafqualität berichteten. Personen, die über neun Stunden Nachtruhe brauchen und zudem schlecht schlafen, verfügen über ein 82 Prozent höheres Risiko später einmal einen Schlaganfall zu erleiden.
 
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Die Hintergründe

Laut der Forschungsgruppe sind weitere Untersuchungen notwendig, um der Ursache des negativen Einflusses langer Schlafenszeiten auf den Grund zu gehen. Ergebnisse aus vergangenen Studien deuteten bereits darauf hin, dass Langschläfer und Personen, die gerne mal ein Nickerchen einlegen, oftmals von nachteiligen Veränderungen der Cholesterinwerte und einem größeren Taillenumfang betroffen sind. Beides sind Risikofaktoren, wenn es um einen Schlaganfall geht. Daneben kann exzessives Schlafen zu einem generell inaktiven Lebensstil führen. Bewegungsmangel steht ebenfalls in Zusammenhang mit einer Erhöhung des Schlaganfallrisikos.

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