Gemüse: Lieber roh oder gegart?

Wer sich gesund ernähren möchte, bei dem sollte Gemüse auf dem alltäglichen Speiseplan stehen. Dass es sich hierbei um einen unumstößlichen Fakt handelt, da sind sich alle Experten einig. Aber wie sollte das Gemüse am besten verzehrt werden? Sowohl der Konsum von rohem als auch von gekochtem Gemüse bringt Vorteile mit sich.

Die goldene Mitte finden

Generell gilt die Faustregel: Mindestens dreimal am Tag sollten erwachsene Menschen Gemüse verzehren. Handelt es sich hierbei um rohes Gemüse, so bleiben alle Vitamine und Nährstoffe enthalten. Beim Garen können hitzeempfindliche Stoffe zerstört werden, die dem menschlichen Organismus gut bekommen. Allerdings hat auch das Kochen einen ganz entscheidenden Vorteil.

Gegartes Gemüse ist leichter verdaulich, sodass die enthaltenen Nährstoffe leichter und schneller aufgenommen werden können. Gerade ältere Menschen oder Menschen mit einer schlechten Verdauung sollten daher auf jeden Fall auf Gegartes zurückgreifen. Gesunde Menschen können die goldene Mitte in Sachen Gemüse finden, indem circa zwei Drittel gegart gegessen werden und ein Drittel roh verzehrt wird.

Auf die Sorte kommt es an

In welcher Form das Gemüse am gesündesten ist, hängt in erster Linie von der Sorte ab. Rohe Paprika gelten zum Beispiel als eher scher verdaulich. Die Hitze beim Kochen oder Dünsten bricht die Zellstruktur dieser Gemüsesorte auf und die menschlichen Verdauungsorgane können leichter an die wichtigen Vitamine gelangen. Schonendes Dünsten im Wok oder im Dampfgarer sorgt dafür, dass trotzdem alle Vitamine erhalten bleiben.

Natürlich gibt es auch Sorten, die immer und auf jeden Fall gegart werden müssen, weil sie in roher Form schlichtweg ungesund sind. Dazu gehören neben den beliebte Kartoffeln auch grüne Bohnen. Mangold und Spinat enthalten Lektine, die dem Organismus ebenfalls schaden können, beim Garen allerdings unschädlich gemacht werden.

Auch Karotten und Tomaten sollten am besten vor dem Verzehr gegart werden. Das sogenannte Beta-Carotin ist leichter verdaulich und somit verwertbarer, wenn die Möhre zumindest gedünstet wurde. Tomaten enthalten hingegen viel Lycopin. Das kann in größeren Mengen gegen freie Radikale helfen. Dieser Stoff ist ebenfalls eher in gegarten Tomaten enthalten.

Vitamin C sehr hitzeempfindlich

Nicht nur während einer Erkältung, sondern auch unter der Zeit ist es wichtig, dass der Mensch genügend Vitamin C zu sich nimmt. Dieser Stoff stärkt das Immunsystem und wird für allerlei verschiedene Körperfunktionen gebraucht. Allerdings ist Vitamin C extrem hitzeempfindlich. Weil der Mensch es unter anderem zur Aufnahme von Eisen braucht, bietet es sich an, gegartes Gemüse mit viel Vitamin C zusammen mit leichtem Fleisch einzunehmen. Auf diese Weise ergänzen sich die beiden verschiedenen Lebensmittel optimal.

Wer kein gegartes Gemüse mag, der kann eine Gemüsemahlzeit auch mit einem Smoothie oder einem frisch gepressten Saft ersetzten. Der Bedarf an Vitamin C kann zum Beispiel durch das Trinken von frischem Orangensaft gedeckt werden. Hierbei sollte auf keinen Fall die abgepackte Version gekauft werden, sondern die Saftpresse in der eigenen Küche bemüht werden. Da die Orangen hierbei nicht erhitzt werden, bleiben die Vitamine erhalten. Alternativ sollte zu einer Portion Fleisch ein Feldsalat oder Paprika gegessen werden. Fügt man dem Dressing einen Schuss Zitrone hinzu, wird der Bedarf an Vitamin C ebenfalls gedeckt.

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