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KrankheitenTopnews

Ebola: Mit Fremdblut- Therapie soll Seuche eingedämmt werden

von redaktion Posted on 29.09.2014 10:2929.09.2014 14:39

Ist Heilung für die vielen Ebola- Patienten in Sicht? Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO könnte das Blut von genesenen Ebola- Patienten weiterhelfen. Allerdings ist die Lage in den meisten afrikanischen Gesundheitssystemen so schlecht, dass die Therapie nicht sofort umgesetzt werden kann.

Die Behandlung von Patienten mit der Krankheit Ebola mit Blut von genesenen Patienten könnte nach aktuellen Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine vielversprechende Therapie gegen die weitverbreitete Krankheit sein.

Man verzeichne im Moment ein wachsendes wissenschaftliches Interesse an solchen Therapien, erklärte die WHO in einem aktuellen Bericht mit. Die Therapie beruht in erster Linie darauf, dass sich im Blut von Überlebenden spezielle Antikörper gebildet haben, die Ebola- Erkrankten helfen können.

Zwei infizierte Mediziner wieder genesen

Bis zum heutigen Tag sei die Zahl der Behandlungen allerdings noch zu gering, um fundierte Aussagen über die Wirksamkeit dieser Therapien zu treffen. Zwei Mediziner aus den USA, die sich in Liberia mit dem Virus angesteckt hatten, wurden mit dem Blut genesener Patienten behandelt.

Beide Mediziner sind in der Zwischenzeit wieder gesund. Ob dies an der speziellen Behandlung, an Arzneimitteln oder an der guten medizinischen Versorgung in den USA lag, kann laut der Weltgesundheitsorganisation aber noch nicht eindeutig bestimmt werden.

Mehr als 2900 Menschen bereits gestorben

Angesichts des schlechten Zustands der Gesundheitssysteme in den afrikanischen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone könne eine großangelegte Blut-Therapie dort nicht in den kommenden Tagen umgesetzt werden. Aus diesem Grund stehe man im Moment in Gesprächen mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, welche Ebola- Erkrankten zunächst Zugang zu solchen Behandlungen erhalten sollten.

Bis zum heutigen Tage sind bei der aktuellen Ebola-Epidemie nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation mehr als 2900 Personen gestorben. Die Dunkelziffer könnte allerdings jedoch deutlich höher liegen.

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