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Studie: Mehr Menschen mit Creutzfeldt- Jacob infiziert als gedacht

von redaktion Posted on 17.10.2013 08:58

Hand in clove with petri dishIn Großbritannien sind offensichtlich mehr Menschen mit der Creutzfeldt- Jacob- Krankheit infiziert als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer englischen Studie die 32.000 Gewebeproben nach Blinddarmoperationen untersuchte.

Aus Großbritannien kommt eine Hochrechnung die doch ein wenig Angst macht. Offensichtlich sind mehr Menschen mit der Creutzfeldt- Jacob- Krankheit infiziert als bisher gedacht. Die Wissenschaftler aus London kamen zu dem Schluss, als sie Gewebeproben nach Blinddarmentnahmen untersuchten.

Besonders in Großbritannien ist die Krankheit weiter verbreitet als gedacht, wie die Studie berichtet. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass einer von 2000 Britten den Erreger in sich trägt, auch wenn die Krankheit bis heute bei den wenigsten ausgebrochen ist.

Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler 32.000 Gewebeproben nach Blinddarmoperationen. Die moderne Variante der Creutzfeldt- Jakob- Krankheit entsteht durch den Verzehr von Rindfleisch das mit BSE verseucht ist. BSE wiederrum wird durch atypisch gefaltete Eiweißmoleküle ausgelöst. Auch beim Menschen zerstören diese Erreger das Gehirn. Die Symptome sind ähnlich wie beim Rinderwahnsinn.

Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre erreichte BSE durch verseuchtes Rindfleisch seinen Höhepunkt. Zu dieser Zeit ergriffen betroffene Länder drastische Maßnahmen wie BSE- Tests bei geschlachteten Rindern.

Wer den Erreger in sich trägt muss nicht automatisch gleich an Creutzfeldt- Jacob erkranken. Selbst nach Jahrzehnten kann die Krankheit noch ausbrechen. In Großbritannien wurden bis heute 177 tödliche Erkrankungen registriert. Allerdings gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Millionen Britten dem Erreger ausgesetzt waren.

Außerhalb von Großbritannien wurden hingegen nur 51 Erkrankungen gemeldet. Die 32. 000 Gewebeproben stammen den Wissenschaftlern zufolge aus 14 unterschiedlichen Krankenhäusern. Bei 16 Proben konnten sie den Erreger zweifelsfrei nachweisen. In der Vergangenheit waren die britischen Forscher davon ausgegangen das einer von 4000 Britten den Erreger in sich trägt.

Die Autoren der Studie wiesen darauf hin, dass auch in Zukunft streng darüber gewacht werden müsste, die Zahl der Erkrankungen nicht durch Bluttransfusionen und mangelnde Vorsicht bei Operationen erhöht wird. Erschienen ist die Studie erstmals im „British Medical Journal“.

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