Private Krankenversicherung: So bleiben die Beiträge erschwinglich


Viele Privatversicherte zahlen pro Monat Unsummen für ihre Krankenversicherung. 160.000 Versicherte wechselten letztes Jahr in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Doch nicht jedem steht diese Möglichkeit offen. Doch es gibt einige Alternativen.

Die private Krankenversicherung lockt bekanntlich mit günstigen Angeboten. So soll man sich schon für deutlich unter 100 Euro pro Monat privat versichern können. In jungen Jahren mag sich die private Krankenversicherung noch rechnen, doch wie sieht es im Alter aus. Hier betragen die Beiträge nicht selten mehrere hundert Euro. Doch lassen sich die Beiträge auch im Alter senken, wir sagen ihnen wie.

145.000 Nichtzahler in der PKV

Allein zwischen den Jahren 2001 und 2012 sind die Beiträge in der privaten Krankenversicherung um gut 80 Prozent gestiegen. Da sich viele Versicherte in der privaten Krankenversicherung die Beiträge nicht mehr leisten können, ist es auch nicht verwunderlich, dass es mittlerweile gut 145.000 Beitragspreller in der PKV gibt.

Bei den Beitragsprellern handelt es sich in erster Linie um ältere Menschen, die in jungen Jahren mit sogenannten Billigtarifen in die PKV gelockt wurden. Heute zahlen sie schon fast unerschwingliche Beiträge. Daher suchen immer mehr Privatversicherte nach einem Weg ihre Beiträge zu senken oder gar in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren.

Basistarif als letzte Option

Erster Ausweg wäre ein Wechsel in eine andere private Krankenversicherung. Allerdings geht hier ein Großteil der Altersrückstellungen verloren. Auch sollten sich Wechselwillige über die neue private Krankenversicherung genau informieren. Zudem gibt es derzeitig 3500 unterschiedliche Tarife in der privaten Krankenversicherung. Um den richtigen zu finden, empfiehlt sich im Vorfeld ein PKV-Vergleich.

Für den Kunden ist dieses Angebot kostenlos, da der Vermittler in diesem Fall eine hohe Provision von bis zu neun Monatsbeiträgen kassiert. Als zweite Möglichkeit kann der Versicherte auch in den Basistarif wechseln. Doch dies sollte als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Zum einen liegt der Beitrag mit knapp 600 Euro sehr hoch und zum anderen liegen die Leistungen teilweise unter denen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Rückkehr in die GKV

Außerdem ist der Arzt nicht verpflichtet den Patienten zu behandeln, wenn dieser im Basistarif versichert ist. Eine bessere Alternative bietet hier der Standarttarif. Hier wird auch ein Großteil der Altersrückstellungen berücksichtig und zudem ist der Tarif auch deutlich günstiger als der Basistarif.

Ein weiterer Weg wäre die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung. Dies stellt aber auch den kompliziertesten Weg da. Der Gesetzgeber hat ihr einige Hürden eingebaut. Damit sich die Bürger in jungen Jahren nicht privat versichern und im Alter wieder in den Schoß der gesetzlichen Krankenversicherung zurückkehren können.

Ab 55 Jahren ist die Rückkehr in die GKV ausgeschlossen

Im Jahr 2011 haben trotzdem 160.000 Versicherte der PKV den Rückweg in die GKV angetreten. So müssen „normale“ Arbeitnehmer unter die Versicherungspflichtgrenze von 50.850 Euro fallen. Angestellte können sich mit ihrem Chef für ein paar Monate auf ein geringeres Gehalt einigen. Selbstständige nehmen für ein paar Monate einen neuen Job an bei geringer Bezahlung, nach dem Wechsel in die GKV kann der Lohn dann angehoben werden. Ist man jedoch über 55 Jahre alt, ist der Wechsel zurück in die GKV ausgeschlossen.

Auch lassen sich in der privaten Krankenversicherung die Beiträge drücken, in dem der Tarif „abspeckt“ oder die Selbstbeteiligung erhöht wird. Als letzte Möglichkeit können Privatversicherte auch in einem anderen günstigeren Tarif wechseln, auch wenn viele Versicherungsgesellschaften dies nicht gerne sehen. Dennoch müssen sie einem Tarifwechsel gewähren. Außerdem bleiben hier alle Altersrückstellungen erhalten.

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