PKV Rechenschaftsbericht 2011: Weniger Ausgaben bei ambulanten Behandlungen


Die private Krankenversicherung konnte im letzten Jahr mehr Neukunden gewinnen und auch die Ausgaben bei den Allgemeinmedizinern gingen zurück. Deutlich mehr Kosten verursachen allerdings stationäre und Zahnarztbehandlungen. Die Kosten pro Versicherten legten um knapp drei Prozent zu.

Dass es der privaten Krankenversicherung nicht sonderlich gut geht, sollte nicht erst seit gestern bekannt sein. Doch im vergangenen Jahr konnte die private Krankenversicherung bei den Allgemeinmedizinern Geld sparen, allerdings bei den Zahnärzten mussten die privaten Versicherer draufzahlen.

Zwar nahmen die Leistungen pro Versicherten im Jahr 2011 um insgesamt 2,9 Prozent zu, doch die Kosten für ambulante Behandlungen bei niedergelassenen Ärzten gingen im vergangenen Jahr um gut 0,9 Prozentpunkte zurück, wie es im Rechenschaftsbericht 2011 der privaten Krankenversicherung heißt.

Ausgaben für Zahnärzte nahmen deutlich zu

Die höchsten Zuwächse mussten die privaten Versicherer allerdings bei Zahnärzten verbuchen. Hier stiegen die Ausgaben gleich um 7,3 Prozent an. Auch für stationäre Behandlungen in deutschen Krankenhäusern und Kliniken mussten die Versicherer im vergangenen Jahr ungefähr 6,5 Prozent mehr Geld ausgeben.

Die Kosten für die Versorgung allgemein blieben weitestgehend gleich, nur Behandlungen beim Heilpraktiker (5,1 Prozent) und die Heilmittel (0,6 Prozent) wurden im vergangenen Jahr teurer. Bei der Medikamentenversorgung konnten die privaten Versicherer hingegen Geld sparen, die Kosten fielen hier um 2,2 Prozent, weil die PKV von den Arzneimittelrabatten der GKV profitiert.

Neun Millionen Versicherte

Ein Plus wurde im Jahr 2011 auch bei den Beitragseinnahmen erzielt, sie stiegen um 4,3 Prozent auf aktuell 34,7 Milliarden Euro. Der größte Teil davon, 72,6 Prozent, resultiert aus der Krankenvollversicherung. Auch bei den Vollversicherten konnte ein Zuwachs erzielt werden, so wechselten 2011 80.800 Bundesbürger in die PKV, was ein Plus von 0,9 Prozent darstellt.

Aktuell verfügt die PKV jetzt über neun Millionen Mitglieder, im Jahr zuvor waren etwa 84.700 Bürger in die private Krankenversicherung gewechselt. Auch bei den Krankenzusatzversicherungen konnte die PKV Zuwächse erzielen. Diese stiegen um etwa 2,5 Prozent auf aktuell 22,5 Millionen Zusatzversicherungen. Am beliebtesten sind weiterhin Zahnzusatzversicherungen, die um 8,5 Prozent auf 13,2 Millionen Stück zulegten.

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