Was Ärzte Allergikern in dieser Allergie- Saison raten


Die Heuschnupfen- Saison ist schon seit Dezember des letzten Jahres in vollem Gange, auch die Birken- Pollen sind schon weder aktiv, auf die die meisten Deutschen allergisch reagieren. Durch den milden Winter könnte es zu einem Horrorjahr für die Allergiker kommen. Wir haben einige Tipps zusammengetragen, damit die Allergiesaison etwas milder wird.

Zwar freuen sich die meisten Menschen über die ersten warmen Tage in diesem Jahr, aber sie bringen auch wieder die Pollen mit sich, was viele Allergiker nervt. Im Moment haben vor allem die Menschen mit einer juckenden Nase und brennenden Augen zu kämpfen, die auf Erle und Hasel allergisch sind.

Viele Birken- Pollen zu erwarten

Doch Experten gehen davon aus, dass das Schlimmste den Allergiekern noch bevor steht, denn in diesem Jahr soll es zu einem verstärkten Birken- Pollenaufkommen kommen. In den letzten Jahren hatten die Birken vergleichsweise wenige Pollen produziert.

Birken produzieren alle zwei Jahre besonders viele Pollen, 2014 ist wieder so ein Jahr, wo es verstärkt zu einem Birkenpollen-Aufkommen kommen wird. Allergiker können nur hoffen, dass es öfter einmal regnet, denn dadurch werden die Pollen aus der Luft auf den Boden gespült.

Bei ersten Symptomen zu Medikamenten greifen

Mediziner empfehlen Allergikern, sobald erste Allergiesymptome auftreten, sollten sie sofort zu antiallergischen Medikamenten greifen. Wenn die Medikamente aus dem vergangenen Jahr noch nicht abgelaufen sind, können diese Medikamente auch in diesem Jahr verwendet werden.

Kommt es allerdings zu starken allergischen Reaktionen sollte Antihistaminika eingesetzt werden. Im Gegensatz zur früher machen diese Medikamente nicht mehr so müde. In der Zwischenzeit sind diese Arzneimittel auch in Form von Nasenspray oder als Tropfen zu bekommen. Menschen die stark unter einer Allergie leiden können sich auch kortisonhaltige Medikamente verschreiben lassen. Auch Akupunktur verspricht hier oft Besserung.

Bei Verdacht auf Allergie Arzt aufsuchen

Wer noch nie unter einer Allergie gelitten hat, aber in diesem Jahr zum ersten Mal unter einer juckenden Nase und tränenden Augen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Dieser kann anhand der Nasen- Schleimhäute bestimmen, ob es sich wirklich um Heuschnupfen handelt.

Durch den so genannten Pricktest kann dann herausgefunden werden auf welche Pollen der Betroffene allergisch reagiert. Auch ein Beschwerdekalender kann dabei behilflich sein. Betroffene können auch durch spezielle Pollenschutz- Fenstergitter ihre Wohnung frei von Pollen halten.

Vor dem Zubettgehen Haare waschen

Auch die Lüftungszeiten sollten an den entsprechenden Wohnort angepasst werden. So sollte in der Stadt eher morgen gelüftet werden, auf dem Land hingegen sollte die Lüftung am Abend stattfinden. Auch sollten Allergiker sich vor dem zu Bettgehen die Haare waschen, damit die Pollen nicht auch noch ins Kopfkissen gelangen.

Über das Kopfkissen können die Pollen dann in die Nase und in die Lunge gelangen. Daher ist es auch ratsam, sich nicht im Schlafzimmer auszuziehen. Auch regelmäßige Nasenspülungen sorgen dafür, dass die Pollen sich nicht in der Nase festsetzen. Zudem sollten Allergiker über eine Therapie nachdenken, damit der Heuschnupfen nicht chronisch wird und in einem chronischen Asthma endet.

Hyposensibilisierung verspricht deutliche Verbesserung

Wer auf Spätblüher wie Ambrosia und Gräser allergisch ist, kann noch jetzt mit der Hyposensibilisierung beginnen. Allerdings dauert diese Therapie drei bis vier Jahre und kann die Allergie ganz besiegen oder zumindest deutlich mindern. Bereits im ersten Jahr können die Beschwerden um bis zu 40 Prozent reduziert werden.

Bei der Hyposensibilisierung bekommt der Körper in steigenden Dosen die Pollen gespritzt, auf die er allergisch reagiert. Damit der Körper sich an diese Pollen gewöhnen kann.

Unbehandelt droht chronisches Asthma

Einer aktuellen Studie zufolge litten in den letzten 12 Monaten etwa 1,9 Millionen deutsche Erwachsene an einer Allergie. Die meisten litten unter Heuschnupfen. 430.000 von ihnen waren Kinder bis zum 17. Lebensjahr. Besonders auffällig, ein Drittel der Kinder die im Grundschulalter unter Heuschnupfen litten, entwickelten im späteren Leben Asthma.

Wie der Autoren der Studie weiter erklärten, bekamen unbehandelte Allergiker im Durchschnitt nach gut acht Jahren chronisches Asthma.

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