Zahl der Zeckenbisse in 2013 wieder angestiegen


Im letzten Jahr gab es in Deutschland 400 Fälle von FMSE. Alle diese Fälle könnten vermieden werden, denn gegen FMSE gibt es eine Impfung. Ist man erstmal von FMSE betroffen kann es zu Folgeschäden wie Lähmungen oder Konzentrationsschwächen kommen, denn ein Gegenmittel gegen die Infektion gibt es nicht.

Die deutschen Bürger nehmen offensichtlich die Gefahr die durch Zecken ausgeht auf die leichte Schulte. Anders ist es kaum zu erklären, das im vergangenen Jahr so viele Menschen an FMSE werkrankten. Daher fordert auch das Berliner Robert- Koch- Institut einen besseren Schutz gegen FMSE- Erregern.

Bleibende Schäden durch FMSE

So liegen für das Jahr 2013 bis heute etwa 400 Fälle von FMSE vor, die Krankheit wird in erster Linie von Zecken übertragen. Betroffene erkranken dann an einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhaut, wie das Institut weiter mitteilte. Gegen diese Erkrankung gibt es bis heute kein Gegenmittel. Symptome sind Fieber und Unwohlsein. Bei einigen kommen dann auch noch neurologische Probleme hinzu.

Dadurch kann es auch zu bleibenden Schäden wie Lähmungen und Konzentrationsschwächen kommen. FMSE ist schon seit geraumer Zeit eine meldepflichtige Infektion. Die Fallzahlen sind allerdings von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. In letzten Jahr waren es 400, im Jahr davor nur 195, 2011 war der Höhepunkt mit 425 Infektionen. In den Jahren zuvor lagen die Zahlen zwischen 200 und 300.

Dreifachimpfung gegen Borreliose

Die Gründe für diese Schwankungen sind unterschiedlich. In erster Linie kommt es darauf an, wie aktiv die Zecken in den Frühlings- und Sommermonaten sind. Dennoch gibt es einen wirksamen Schutz um sich vor Zecken zu schützen.

Schon seit Jahren wird eine Dreifachimpfung angeboten. In den Risikogebieten ist die Impfquote bei den Kindern akzeptabel, bei den Erwachsenen allerdings nicht. Dabei ist FMSE für Erwachsene weitaus gefährlicher als für Kinder. Daher rät das Institut in Risikogebieten zu einer Impfung. Auch Urlauber sollten sich impfen lassen, wenn sie sich länger in der freien Natur der Risikogebiete aufhalten.

FMSE und Borreliose werden durch Zecken übertragen

Allerdings trägt nicht jede Zecke den Virus in sich, warum die Infektionen in einigen deutschen Gebieten häufiger auftreten als in anderen Gebieten ist den Wissenschaftlern jedoch ein Rätzel. In Ostdeutschland ist hingegen das Virus wieder fast komplett verschwunden. Zu den Risikogebieten zählen zum Beispiel Bayern, Baden Württemberg, Hessen, Rheinland- Pfalz und das Saarland.

Durch einen Zeckenbiss kann neben FMSE auch Borreliose übertragen werden. Daher raten Experten bei Spaziergängen durch den Wald oder Wiesen lange Hosen und festes Schuhwerk zu tragen. Zudem sollte die Hose in die Socken gesteckt werden, das erschwert den Zecken die Suche nach nackter Haut.

Bei Borreliose Zecken schnell entfernen

Nach dem Spaziergang sollte die Haut nach Zecken abgesucht werden. Sollte eine Zecke zugeschlagen haben, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Dies gelingt am besten mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange. Die Schnelligkeit ist hier besonders wichtig, denn Borreliose- Bakterien brauchen 12 bis 24 Stunden um in den menschlichen Körper zu gelangen.

Eine Impfung gibt es gegen Borreliose bis heute nicht. Ein rasches Entfernen hilft hingegen bei FMSE nicht, denn der Erreger wird direkt nach dem Stich übertragen. Milde Winter tragen dazu bei, dass Zecken schneller aktiv werden. Ab etwa sieben Grad werden die kleinen Tiere aktiv. So kann es passieren, dass man selbst im Januar auf eine Zecke trifft.

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