Neue Studie: Rauchen vor der Zeugung kann Asthmarisiko von Babys deutlich erhöhen


Rauchende männliche Personen erhöhen bei ihrem späteren Nachwuchs einer aktuellen Studie zufolge das Risiko für eine Asthma-Erkrankung – selbst wenn sie lange vor der Zeugung mit dem Laster aufhören, so die Autoren der Studie.

Zu diesem aktuellen Ergebnis kommt eine Untersuchung der norwegischen Universität in Bergen, die am Montag der laufenden Woche in München beim Internationalen Kongress Europäischer Lungenmediziner zum ersten Mal vorgestellt wurde.

Der aktuellen Studie zufolge gilt: Je früher mit dem Rauchen begonnen wird, desto höher die Gefahr einer späteren Erkrankung an nicht allergischem Asthma. Jungen, die schon vor dem 15. Lebensjahr damit anfingen, verdreifachten das Risiko ihres Nachwuchses, erklärte die Lungenexpertin Cecilie Svanes in ihrem aktuellen Bericht.

Asthmarisiko um mindestens 50 Prozent erhöht

Die norwegischen Wissenschaftler vermuten unter Umständen, dass die Spermien in einer bestimmten Entwicklungsphase besonders anfällig für Einflüsse schädlicher Stoffe sind. Doch auch wer erst später mit dem Rauchen anfängt, kann den aktuellen Angaben der Wissenschaftler zufolge seinen Kindern schaden, vor allem wenn er über einen sehr langen Zeitraum Zigaretten konsumiert.

Wer vor der Zeugung mehr als zehn Jahre lang Nikotin konsumiert hat, erhöht den aktuellen Angaben zufolge das Asthmarisiko seiner Kinder um ziemlich genau 50 Prozent, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht weiter.

Bei weiblichen Probanden kein Effekt festgestellt

„Angesichts dieser aktuellen Ergebnisse können wir davon ausgehen, dass die Belastung mit jeder Art von Luftverschmutzung, auch im Beruf, oder mit chemischer Belastung, Auswirkungen hat“, betonen die norwegischen Wissenschaftler in ihrem Bericht weiter.

Bei weiblichen Personen konnten die Experten keine Effekte des Rauchens vor der Empfängnis feststellen: Hier scheint sich der Tabakkonsum erst in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind auszuwirken.

13.000 Probanden von Wissenschaftlern befragt

Für die Studie wurden die Rauchgewohnheiten von ziemlich genau 13 000 Männern und Frauen über zwei Jahrzehnte hinweg abgefragt. Bei solchen Erhebungen besteht allerdings immer die Gefahr, dass Probanden nicht wahrheitsgemäß antworten.

Seit Samstag der vergangenen Woche tagen die Lungenärzte in der bayrischen Landeshauptstadt München. Bis zum Mittwoch dieser Woche stehen zahlreiche Vorträge und Workshops auf dem Programm. Dabei geht es in erster Linie um die Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten oder neue Erkenntnisse zum Lungenkrebs.

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