RKI: Besonders Senioren sollten sich gegen FMSE impfen lassen


Besonders Menschen jenseits der 60 Jahre sollten sich gegen FMSE impfen lassen, weil ihr Immunsystem in der Regel schwächer ist. Doch nicht jeder Zeckenbiss muss eine Krankheit nach sich ziehen. 70 Prozent bekommen die Infektion gar nicht mit, weil ihr Körper alleine mit dem Virus fertig wird.

Zecken sind nicht nur lästig, die kleinen Tiere können unter Umständen auch sehr gefährlich werden. Beispielsweise, wenn sie die FSME übertragen – eine Viruserkrankung, die in erster Linie Senioren schwer zu schaffen machen kann.

Für ältere Menschen ist eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus diesem Grund besonders wichtig. Bei ihnen ist das Immunsystem in der Regel deutlich schwächer. Gleichzeitig ist das Risiko auch deutlich erhöht, dass eine Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen kann.

Zecke nicht mit Hausmitteln zu Leibe rücken

Wie die Ständige Impfkommission (Stiko) am Berliner Robert Koch Institut (RKI) erklärt, ist eine Impfung für die Menschen sinnvoll, die in Risikogebieten leben oder dort Urlaub machen möchten. In Deutschland besteht besonders im Süden ein erhöhtes Risiko. Eine der möglichen Folgen eines Zeckenbisses kann auch eine Gehirnhautentzündung sein.

Das Virus wird in erster Linie durch Zecken übertragen. Entgegen der Meinung in der deutschen Bevölkerung lassen die sich nicht von Bäumen auf Menschen fallen. Meist sitzen die kleinen Tiere in langem Gras oder in Sträuchern. Nach Wanderungen in entsprechenden Gebieten empfiehlen Experten daher, sich gut abzusuchen. Wer eine Zecke in seiner Haut entdeckt, rückt dem Parasiten am besten nicht mit Hausmittelchen wie Kleber oder Öl zu Leibe.

Drei Impfungen erforderlich

Im Todeskampf gibt die Zecke dann in vielen Fällen noch mehr von dem Erreger in den menschlichen Körper ab. Besser ist es aus diesem Grund, das kleine Tierchen mit einer Pinzette nah an der Haut zu packen und dann gerade herauszuziehen.

Die Grundimmunisierung gegen FSME erfordert allerdings drei Impfungen. Die zweite Spritze spritzt der Mediziner zwischen ein bis drei Monate nach der ersten Impfung, die dritte erfolgt dann je nach Impfstoff entweder fünf bis zwölf oder neun bis zwölf Monate später, erklärt das Berliner Institut weiter.

Nach der zweiten Impfung schon geschützt

Schon nach der zweiten Impfung besteht allerdings in der Regel ein Schutz für kurzfristig geplante Urlaubsreisen. Wann eine Auffrischung erfolgen muss, hänge in erster Linie vom Alter des Patienten ab.

Für Menschen unter 60 Jahren wird sie alle drei bis fünf Jahre vom Berliner Institut empfohlen, für über 60 Jahre alte Menschen grundsätzlich alle drei Jahre, weil der Impfschutz bei dieser Altersgruppe kürzer halte.

Nur 10 Prozent leiden länger unter dem Zeckenbiss

Eine Infektion mit dem Virus kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Nicht alle Erkrankungen an FSME sind auch gleich gefährlich, so ein Sprecher des Robert- Koch- Instituts. Bei ungefähr 70 Prozent der Patienten wird der Körper sogar alleine mit der Infektion fertig, ohne dass die Betroffenen überhaupt etwas davon spüren.

30 Prozent der Betroffenen bekommen aber auch Fieber und haben Kopfschmerzen, dann klingen die Symptome allerdings auch wieder schnell wieder ab. Bei gerade einmal 10 Prozent kommen die Beschwerden ein weiteres Mal wieder. Bei ihnen kann es zu einer Entzündung der Hirnhaut und des Rückenmarks kommen, heißt es zum Abschluss.

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