MCP-Tropfen dürfen in Apotheken nicht länger verkauft werden


Patienten die im Moment MCP- Tropfen zu sich nehmen, müssen für einige Zeit auf andere Arzneimittel umsteigen. Grund ist eine Begrenzung der Wirkstoffmenge auf maximal 1 mg/ml durch die Kommission der Europäischen Union. Im Moment werden MCP- Tropfen in Deutschland mit einem Wirkstoffgehalt von 4 – 5 mg/ml in Apotheken verkauft. Die Kommission der Europäischen Union sieht bei dieser Wirkstoffmenge deutlich mehr Schaden als Nutzen.

Wer in den kommenden Tagen in die Apotheke geht und MCP- Tropen, also Magentropfen mit dem Wirkstoff Metoclopramid kaufen will, dürfte eine herbe Enttäuschung erleben. Denn Apotheken haben die MCP- Tropfen vorerst aus ihren Regalen entfernt.

5,7 Millionen MCP- Verschreibungen pro Jahr

Der Wirkstoff wurde in den letzten Jahren bis zu 5.7 Millionen Mal an Patienten verkauft. Nun hat die Kommission der Europäischen Union aber entschieden die Grenzwerte zu senken. Daher nehmen die Apotheken die Magentropfen aus ihrem Sortiment. Hintergrund ist auch der Widerruf der Zulassung für die bislang übliche Dosierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Bis neue Medikamente mit geringeren Wirkstoffmengen auf den Markt kommen, müssen Mediziner und ihre Patienten auf andere Medikamente ausweichen, erklärte der Branchendienst Apotheke adhoc in einer aktuellen Stellungnahme am Freitag der laufenden Woche mit.

Alle MCP- Tropfen in Deutschland betroffen

Die MCP- Tropfen werden in erster Linie verschrieben, weil sie Übelkeit und Brechreiz verhindern sollen. Der Widerruf der Apotheken geht, wie anfänglich schon erwähnt, auf eine Entscheidung der Kommission der Europäischen Union zurück. Sie hatte bereits im Dezember des vergangenen Jahres entschieden, den Grenzwert für den Wirkstoff zu senken.

Die Kommission der Europäischen Union war zu dem Urteil gekommen, das bei hoher Dosierung und langer Behandlung es mehr Risiken als Nutzen gibt. Der Widerruf gilt jedoch nicht für alle MCP- Tropfen, sondern nur für die mit einem Wirkstoffgehalt von mehr als 1mg/ml. Allerdings sind in Deutschland alle MCP- Tropfen betroffen, weil alle MCP- Tropfen hierzulande eine Konzentration von 4 – 5 mg/ml aufweisen.

Auch Beschränkungen bei der Therapie veranlasst

Auch bei der Therapie wurden Einschränkungen ausgesprochen. So sollte MCP in Zukunft nicht länger als fünf Tage am Stück verordnet werden. Somit ist die Anwendung von MCP bei chronischen Erkrankungen tabu. Besonders bei Kindern kann der Wirkstoff schwere neurologische Nebenwirkungen hervorrufen.

Als maximale Tagesdosis wird eine Menge von 0,5 mg Wirkstoff pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen, das gilt sowie für Kinder als auch für Erwachsene. Die Standartdosis für Erwachsene sollte in Zukunft dreimal 10 mg pro Tag betragen, bisher waren es viermal 10 mg pro Tag. Aus diesem Grund wurde auch eine Wirkstoffbegrenzung von 1 mg/ml ausgesprochen.

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