Krankenkassenvergleich 2013: Die Zusatzleistungen geben den Ausschlag


Seit die Krankenkassen ihren Beitrag nicht mehr selbst bestimmen dürfen, unterscheiden sie sich durch Zusatzleistungen. Diese können von Krankenkasse zu Krankenkasse stark variieren. So gibt es Zusatzleistungen wie Zuschüsse zur professionellen Zahnreinigung oder kostenlose Rückenkurse. Aber auch Zuschüsse für Naturheilverfahren sind stark im Kommen.

Seit die gesetzlichen Krankenkassen aus dem Gesundheitsfond finanziert werden, sind die Leistungen bei allen Krankenkassen zu 95 Prozent gleich. Früher konnten die Kassen die Höhe des Beitrages selbst bestimmen und so um Kunden werben. Heute geben die fünf Prozent der Leistungen den Ausschlag. Allerdings haben es diese fünf Prozent in sich, wie ein Test der Zeitschrift „Finanztest“ zeigt.

85 Krankenkassen vergleichen

Die Tester haben 85 allgemein geöffnete Krankenkassen untersucht, welche zusätzlichen Leistungen sie derzeitig anbieten. Doch nicht alle dieser Krankenkassen sind in ganz Deutschland vertreten, sondern auf ein oder mehrere Bundesländer beschränkt.

Zwar durften Krankenkassen schon immer Zusatzleistungen anbieten, aber seit dem letzten Jahr hat der Gesetzgeber den Spielraum für Zusatzleistungen erweitert. In der Zwischenzeit bieten die Krankenkassen auch Zusatzleistungen für alternative Heilmedizin an.

Zuschuss von bis 300 Euro pro Jahr für Heilmedizin

So bieten seit dem letzten Jahr einige Krankenkassen Zusatzleistungen für die Osteopathie an. Im Durchschnitt zahlen Krankenkassen pro Behandlung einen Zuschuss von maximal 60 Euro, so die Tester in ihrem Bericht. Das Limit pro Jahr liegt in den meisten Fällen bei 300 Euro.

Einige Krankenkassen gewähren sogar höhere Zuschüsse. Bei der Securvita BKK bekommt man Zuschüsse in Höhe von maximal 600 Euro pro Jahr. Doch nicht jeder braucht diese Zusatzleistungen, daher sollte man sich vor einem Wechsel zu einer anderen Krankenkasse überlegen, welche Zusatzleistungen man wirklich braucht.

Zahn- Zusatzleistungen besonders beliebt

Zudem sind nicht alle Krankenkassen in allen Bundesländern vertreten, was die Sache auch nicht gerade einfacher macht. Besonders beliebt sind auch Zusatzleitungen bei der Zahnvorsorge. Auch hier kann der Versicherte einiges sparen, wenn er in der richtigen Krankenkasse versichert ist.

So bieten einige Krankenkassen auch Zuschüsse zu professionellen Zahnreinigung an. Diese können zwischen 15 und 300 Euro pro Jahr bzw. Behandlung variieren. Andere Krankenkassen bieten zwar auch Vergünstigungen für einige Zahnarztbehandlungen an, aber diese sind oft auf bestimmte Zahnärzte beschränkt.

300 Euro pro Jahr für professionelle Zahnreinigung

Den höchsten Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung zahlt derzeitig die Vaillant BKK mit 300 Euro pro Jahr. Bei der BKK Dürkopp Adler gibt es noch 250 Euro und bei der Bergischen BKK 200 Euro, aber keine der Kassen ist im gesamten Bundesgebiet vertreten.

Außerdem zahlen andere Krankenkassen Prämien für die bloße Mitgliedschaft aus. Die BKK Scheufelen zahlt mit 125 Euro pro Jahr derzeit die höchste Prämie an seine Versicherten aus. Allerdings gibt es diese Krankenkasse nur in Baden- Württemberg. Die BIG- Krankenkasse ist hingegen in Deutschland vertreten, hier erhalten Versicherte eine Jahresprämie von 100 Euro.

Ein Vergleich lohnt sich

Die genannten Beispiele zeigen aber nur einen Bruchteil der Zusatzleistungen die Krankenkassen anbieten können. So können auch Brillenträger jede Menge Geld bei der richtigen Krankenkasse sparen. Andere Kassen wiederrum bieten zum Beispiel kostenlose Rückenkurse an. Einige zahlen eine Prämien aus, wenn Versicherte an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.

Aber auch beim Service gibt es mittlerweile kostenlose Zusatzleistungen, wie eine Medizin- Hotline. Ein Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen lohnt sich also nicht nur finanziell. Den ganzen Test können sie auch in der September- Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ nachlesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.