Bundesregierung will einheitliche Krebsregister einführen


Zwar besitzt das Land Deutschland schon diverse Krebsregister, doch unterscheiden sich die Strukturen dieser Register, das will die Bundesregierung jetzt ändern und will damit die Krebs- Therapien optimieren. Zudem sollen weitere Einladesysteme bei Krebs- Vorsorgeuntersuchungen eingeführt werden.

Die Bevölkerung wird in Deutschland immer älter, daher ist es nicht verwunderlich, dass die Krebserkrankungen auch immer weiter zunehmen. Doch die Bundesregierung sagt dem Krebs jetzt den Kampf an. Die Bundesregierung will jetzt ein flächendeckendes klinisches Krebsregister einführen.

Auch Einladungen zu anderen Vorsorgeuntersuchungen

Bis Juni des kommenden Jahres sollen alle deutschen Bundesländer die rechtlichen Voraussetzungen für klinisches Krebsregister erfüllen, erklärte der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in einer Stellungnahme gegenüber der „Bild“- Zeitung. Dadurch sollen in Zukunft die Daten der Patienten über ihre Behandlung und über den Krankheitsverlauf einheitlich erfasst und ausgewertet werden.

Dadurch sollen bessere Erkenntnisse über die einzelnen Krebserkrankungen gewonnen werden. Dann sollen auch bessere Therapien entwickelt werden. Außerdem will die Bundesregierung die Vorsorgeuntersuchungen deutlich verstärken. Ähnlich wie bei der Brustkrebs- Vorsorge sollen die Versicherten dann Einladungen zur Früherkennungsuntersuchung für Darm- und Gebärmutterhalskrebs erhalten.

Deutscher Krebsplan von 2008

Diese Einladungen gibt es bis heute nur bei der Brustkrebsvorsorge. Doch diese soll nun ausgeweitet werden und dadurch sollen die Heilungschancen erhöht werden. Nach Ansicht der Bundesregierung hat sich dieses Einladungssystem auch schon bei der Brustkrebsvorsorge bewährt. Der Aufbau der Krebsregister wurde bereits im April 2013 mittels Gesetz beschlossen.

Sie sind ein wichtiger Bestandteil des deutschen Krebsplans. Der Krebsplan wurde bereits im Jahr 2008 vom Bundesgesundheitsministerium, der deutschen Krebshilfe und weiteren Verbänden ausgearbeitet. Zwar verfügen einige Bundesländer bereits über Krebsregister, allerdings ist die Datenerhebung kompliziert, weil sich die Register in der Struktur unterscheiden.

447.000 Deutsche an Krebs erkrankt

Aus diesem Grund soll es für die Krebsregister einheitliche Vorgaben geben. Sie sollen dann Erkenntnisse über die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Behandlungszentren liefern. Zudem sollen durch die einheitlichen Vorgaben die besten Therapien herausgefiltert werden.

Die Krebserkrankungen nehmen allerdings nicht nur in Deutschland immer weiter zu, sondern auch in er restlichen Welt zu, darauf wies kürzlich auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hin. In Deutschland erkrankten im Jahr 2010 447.000 Menschen neu an Krebs, 218.000 starben an einer Krebserkrankung, wie das Statistische Bundesamt unlängst mittelte.

Todesursache Nummer 2

In Deutschland sterben zwar weiterhin die meisten Menschen an Herz- Kreislauf- Erkrankungen, aber die Todesfälle durch Krebserkrankungen holen langsam aber sicher auf. In der Zwischenzeit ist Krebs die Todesursache Nummer zwei.

Auch haben einige gesetzlichen Krankenkassen schon damit begonnen ihre Versicherten zur Darmvorsorge einzuladen. Allerdings wurde das Einladesystem noch nicht auf ganz Deutschland ausgeweitet.

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