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Krankenversicherung: AOK für Strukturreformen

von redaktion Posted on 09.09.2012 09:5709.09.2012 10:05

Die Krankenkasse AOK spricht sich gegen Prämien an die Versicherten aus und will die überschüssigen Milliarden aus der gesetzlichen Krankenversicherung lieber in Strukturreformen investieren.

Die gesetzliche Krankenversicherung verfügt derzeitig über einen Überschuss von knapp 22 Milliarden Euro. Bis jetzt gibt es unterschiedliche Vorschläge was mit den überschüssigen Milliarden passieren soll. Ein neuer Vorschlag kommt nun von der AOK. Die Krankenkasse appellierte an die Politik das Geld in Reformen zu stecken.

Strukturelle Lücke seit 2004

In der gesetzlichen Krankenversicherung entsteht schon seit längerer Zeit eine strukturelle Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben von jährlich mehr als vier Milliarden Euro. Diese resultiert dadurch, dass seit dem Jahr 2004 die Ausgaben pro Jahr im Schnitt um 3,6 Prozent und die Einnahmen um gut 1,5 Prozent gestiegen sind.

Bis zum heutigen Tage hat die deutsche Politik allerdings nur kurzfristige Maßnahmen umgesetzt, um diese Lücke zu schließen, so der Chef der AOK Jürgen Graalmann. Das waren im einzelnen höhere Beiträge, Kostenbremsen, höhere Steuerzuschüsse und geringere Leistungen. Gegen die eigentlichen Ursachen ist aber bis jetzt nichts unternommen wurden, so Graalmann.

An der Qualität der medizinischen Versorgung arbeiten

Daher forderte der Chef der AOK die überschüssigen Milliarden für Strukturreformen zu verwenden. Dazu gehört nach Ansicht von Graalmann eine konsequente Nutzenbewertung von Leistungen wie es zum Beispiel das Arzneimittel- Neuordnungsgesetz für Medikamente vorsehe. Außerdem sollte an der Qualität der medizinischen Versorgung gearbeitet werden, so der Chef der Krankenkasse.

Zudem sprach er sich auch für einen einheitlichen Versicherungsmarkt im Gesundheitssystem aus. So müssten für alle Krankenversicherer dieselben Regeln gelten, forderte Graalmann. Dann wird man auch sehr schnell sehen, welcher Versicherer die besten Versorgungsangebote für die Patienten stellt, so der Chef der Krankenkasse zum Abschluss.

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