Hoher Blutdruck: Magnesium als Blutdrucksenker

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Um Bluthochdruck zu behandeln, müssen die Betroffenen meist zu Medikamenten greifen. Eine neue Studie zeigt nun, dass die täglich Einnahme von Magnesium Blutdruck senkend wirkt.

Magnesium ist bereits als einer der wichtigsten Mineralstoffe für den Körper bekannt. Es wirkt entzündungshemmend, hilft bei der körpereigenen Eiweissproduktion, lockert die Muskulatur und wirkt leistungssteigernd. Deshalb ist es vor allem für Sportler wichtig genügend zu sich zu nehmen. Nun wird Magnesium auch eine Blutdruck senkende Eigenschaft zugeschrieben.

Neue Studie überrascht

Forscher der Indian University School of Public Health veröffentlichten vielversprechende Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Hypertension„. Sie führten insgesamt 34 Doppelblindstudien mit Kontrollgruppen durch welche insgesamt 2028 Teilnehmer beinhalteten. Die Probanden nahmen täglich zwischen 240 und 960 mg Magnesium zu sich. Diese Dosis übertrifft die von den US-Behörden empfohlen Mengen von 310-320 mg bei Frauen und 400-420 mg bei Männern.

Ergebnisse positiv

Durch eine Einnahme von 368 mg pro Tag in einem Zeitraum von 3 Monaten konnte der Blutdruck, wenn auch nur ein gering, gesenkt werden. Systolisch reduzierte er sich um 2 mmHg und diastolisch um 1,78 mmHg .Eine Besserung erreichten vor allem Versuchspersonen, die zuvor an einem Magnesiummangel litten. Ergebnis: Eine Menge von 300 mg Magnesium pro Tag in einem Monat reicht aus um den Serum-Magnesium-Spiegel anzuheben und den Blutdruck zu senken.

Risiken von Bluthochdruck

Der optimale durchschnittliche Blutdruck eines Erwachsenden sollte bei 120/80 mmHg liegen. Wird dieser Wert deutlich überstiegen, leidet man unter Hypertonie (Bluthochdruck). Auf Dauer verhärten, verdicken und verengen sich die Gefäße. Die Durchblutung wird schlechter. Dadurch kann es zu Unterversorgung von Organen kommen. Die linke Herzkammer pumpt Blut durch den ganzen Körper. Wenn sie gegen den erhöhten Druck arbeiten muss kann es auf Dauer zu einer Herzschwäche kommen. Bluthochdruck ist verantwortliche für die Hälfte aller Herzinfarkte und ein Drittel aller Schlaganfälle.

Bluthochdruck erkennen und behandeln

Hypertonie macht sich vor allem durch häufige Kopfschmerzen, Nasenbluten, Schwindel, Atemnot bei Belastung oder einem Tinnitus bemerkbar. Meistens versucht man zuerst durch Änderung der Ernährung oder des Lebensstils eine Besserung zu erreichen. Ansonsten muss zu Blutdruck senkenden Medikamenten (Antihypertensiva) gegriffen werden.

Trotz Widersprüche Zusammenhänge erkennbar

Zwar waren die Ergebnisse der Studien nicht eindeutig, dennoch gehen die Autoren von einem kausalen Zusammenhang aus. Bestätigt wird dieser durch Laboruntersuchungen, die für Magnesium eine gefäßerweiternde Funktion bezeugen. Klar ist, dass Magnesium nur als Ergänzung zu Medikamenten als Blutdrucksenker verwendet werden kann. Um eine wirksame Magnesium-Therapie gegen Bluthochdruck zu entwickeln bedarf es weiterführender Studien.

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