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KrankheitenRatgeber

Mausarm: Das können Sie tun

von redaktion Posted on 19.11.2014 21:1219.11.2014 21:33

Er ist die Plage vieler Büroangestellten: Der Mausarm. Als Mausarm oder RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury Syndrome) wird ein vielfältiges Beschwerdebild der Hand-, Arm-, Schulter- und Nackenregion bezeichnet. Die Ursache für einen Mausarm liegt meist in einer chronischen Über- und Fehlbelastung. Mausarm-Symptome können Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen sein. Bei einem chronischen Mausarm ist eine vollständige Heilung leider oft nicht mehr möglich, daher ist die Vorbeugung umso wichtiger.

Mausarm ist ein verbreitetes Krankheitsbild

Es ist nicht bekannt, wie viele Menschen in Deutschland von einem Mausarm betroffen sind. Ärzte glauben aber, dass es sich um ein sehr verbreitetes Krankheitsbild handelt. Schmerzen aufgrund monotoner Fehlbelastungen können auch bei anderen Geräten auftreten, z.B. bei Spielekonsolen, oder einseitiger Fingernutzung am Smartphone. Ganz besonders Text-Verarbeiter und Grafiker sind häufig von einem Mausarm betroffen. Sich ständig wiederholende Bewegungsabläufe wie Tippen oder Mausklicks können das Beschwerdebild verursachen. Auch eine ungesunde Körperhaltung am Arbeitsplatz (gekrümmter Rücken, angespannter Nackenbereich, statische Haltearbeit) ist wenig hilfreich. Viele Arbeitsplätze sind nicht nach ergonomischen Gesichtspunkten eingerichtet. Auch zu langes Sitzen ist nicht gut für eine gesunde Körperhaltung. Ständiges Sitzen gilt als wichtige Ursache vieler sogenannter Zivilisationskrankheiten.

Fehlbelastung ist die Ursache

Eine falsche Haltung an der Tastatur und an der Computermaus sind die häufigsten Auslöser der Beschwerden. Oft wird die Maus zu weit vom Körper entfernt positioniert. Viele verharren in dieser Haltung, in ständiger Bereitschaft zum Klicken, wodurch der Arm dauerhaft gestreckt wird und die Muskeln im Hand-, Arm- und Schulterbereich konstant unter Belastung stehen. Regelmäßige Unterbrechungen der Tätigkeit, um kurz für Entlastung zu sorgen, können hier eine präventive Wirkung entfalten. So sollten die Betroffenen hin und wieder die Position wechseln und idealerweise mit kurzen Dehnungsübungen für eine Lockerung der Muskulatur sorgen.

Besonders fatal: Ein chronischer Schmerzreiz kann zu einer Veränderung der Schmerzwahrnehmung führen. Auch wenn die Schmerz verursachende Belastung gar nicht mehr existiert, kann der Schmerz weiterhin empfunden werden, sogenanntes Schmerzgedächtnis.

Änderung der Arbeitsbedingungen wichtig

Die wichtigste Therapie eines Mausarms besteht in einer Änderung der Arbeitsbedingungen. Mediziner sprechen von einer Expositionsprophylaxe. Außerdem können Methoden der physikalischen Medizin und Medikamente zur Linderung der Mausarm-Symptome beitragen.

Zur Vorbeugung sollte man den Arbeitsplatz nach ergonomischen Kriterien einrichten. So gibt es spezielle Mäuse – und ebenso Tastaturen – welche ein einseitiges Belastungssyndrom verhindern helfen. Allgemeine Empfehlungen sind hier nicht möglich, man sollte unterschiedliche Geräte ausprobieren, in Grenzen geht das auch im Laden. Manche Mausklicks lassen sich durch Tastatureingaben vermeiden, sogenannte Shortcuts. Sehr zu empfehlen ist ein Wechsel zwischen verschieden Bewegungsabläufen, um so einseitige Belastungen zu vermeiden. Also z.B. eine Stunde mit der Maus arbeiten, dann eine Stunde mit Shortcuts. Zudem gibt es Bedienungsalternativen wie den Trackball, Stiftmäuse oder vertikale, speziell auf die Größe der Hand angepasste Geräte.

Übungen für die Muskeln

Außerdem kann man Übungen zur Entspannung der Muskeln und Gelenke durchführen. Als einfache Übung gilt zum Beispiel, eine Faust zu ballen und diese langsam mit zuerst angewinkelten und erst ganz zum Schluss gestreckten Fingern wieder zu öffnen. Ebenso effektiv sind Übungen, bei denen Sie die Hände gegeneinander oder gegen die Wand pressen und die Handgelenke abwinkeln. Außerdem sollten Sie den Kopf-und Nackenbereich regelmäßig dehnen, um Verspannungen zu lösen. Neigen Sie den Kopf dazu in verschiedene Richtungen und halten Sie jede Stellung ein paar Sekunden. Auch das Ausschütteln der Arme sowie regelmäßiges Drehen und Dehnen des Oberkörpers helfen bei einem Mausarm.

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