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Forschung

Studie: Auch im Internet folgen Menschen dem Herdentrieb

von redaktion Posted on 09.08.2013 10:10

Menschen folgen auch im Internet dem Herdentrieb. Das haben Wissenschaftler im Rahmen einer Studie herausgefunden. Die Internetseite Facebook hat sich dieses Prinzip zu Nutze gemacht.

Facebook gehört zu den erfolgreichsten Seiten im Internet. Doch warum ist das so? Eine aktuelle Studie hat genau dieses Phänomen untersucht. Ergebnis: Menschen folgen im Internet einem bestimmten Muster. Die Betreiber von Facebook haben das Muster perfektioniert.

So setzen viele Seiten im Internet, egal ob Soziale Netzwerke, Diskussions- oder Verkaufsseiten, auf Herdentrieb. Forscher haben in ihrer Studie herausgefunden, dass positive Kommentare im Netz eine Sogwirkung auf andere Internetuser haben. Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie eine Webseite in der User Inhalte posten und diskutieren können.

Bei positiven Bewertungen mehr Diskussion

Das Prinzip ist einfach: Ein User stellt etwas in Netz, die anderen User können dies positiv oder negativ bewerten. Um welche Seite es sich dabei handelt, wollten die Wissenschaftler allerdings nicht Preis geben. Im Rahmen ihrer Studie manipulierten die Forscher die Erstbewertung einiger Kommentare. Einige erhielten ein Plus andere ein Minus.

Ergebnis: Bei positiven Bewertungen mischten sich 25 Prozent mehr User in die Diskussion ein, als bei neutralen Kommentaren. Bei einer negativen Bewertung beobachteten die Forscher ein anderes Phänomen: Nach einer negativen Bewertung bewertete der nächste User den Kommentar positiv, offensichtlich wollte er den schlechten Eindruck der ersten Bewertung ausgleichen.

Mehr positive als negative Bewertungen

Auch ohne Manipulation der Wissenschaftler fiel auf, dass die User grundsätzlich mehr positive als negative Bewertungen abgeben. Die erfolgreiche Seite Facebook hat sich dies zu Nutze gemacht, hier gibt es nur den „Daumen hoch“ Button, auch „Gefällt mir“- Button genannt.

Dieses Prinzip könnte auch auf andere Gebiete angewendet werden. Zum Beispiel bei Wählerumfragen, Produktempfehlungen und Börsenkursen im Internet.

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