Marktcheck: Mehr als 70 süßende Zutaten in Lebensmitteln


Die Verbraucherzentralen bemängeln das sich zu viel Zucker in manchen Lebensmitteln befinden. Außerdem beanstandeten die Tester, dass die Süßungsmittel zu viele unterschiedliche Namen haben. So fanden die Tester 70 unterschiedliche Bezeichnungen für Süßungsmittel. Zudem enthalten viele Produkte trotzdem Zucker, selbst wenn sie als zuckerfrei beworben werden.

In vielen Lebensmitteln unseres täglichen Bedarfs ist Zucker enthalten. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Die deutschen Verbraucherzentralen bemängeln jedoch, dass für süßende Zutaten viele unterschiedliche Nehmen benutzt werden. In einem Marktcheckt fanden die Verbraucherzentralen in 267 Lebensmittelverpackungen 70 unterschiedliche Namen für süßende Zutaten.

Oft werden sie auch Saccharose oder Kristallzucker genannt, bemängeln die Verbraucherzentralen. Auf der Zutatenliste, in der die Inhaltsstoffe aufgelistet sind, die eigentlich nach Mengenangaben sortiert werden sollten, stehen die süßenden Zutaten nicht am Anfang, sondern eher in der Mitte oder am Ende, bemängeln die Verbraucherzentralen.

Süßende Zutaten auch n Fleischsalat und Soßenbinder

Weitere Zutaten können auch Glukose- Fruktose- Sirup, Milchzucker und Süßmolkenpulver sein. Sie tragen auch zur Süße bei und können noch vor dem Zucker in der Zutatenliste stehen, sind aber für den Verbraucher schwer erkennbar. Durch die unzähligen Zutaten, die ein Lebensmittel aufweist ist es für den Verbraucher schwierig, alle Süßungsmittel zu erkennen und somit den Zuckergehalt abzuschätzen.

Erstaunt waren die Tester auch von den vielen Süßungsmitteln in einem Produkt. So enthielt zum Beispiel ein als weniger süß beworbener Müsliriegel acht süßende Zutaten. Außerdem bemängelten die Tester, dass bei einigen Lebensmitteln der Verbraucher gar keine süßenden Zutaten erwartet, wie zum Beispiel Fleischsalat oder Soßenbinder.

Selbst Leberwurst enthält Süßungsmittel

So enthielt auch, zum Erstaunen der Tester, eine Leberwurst fünf unterschiedliche Süßungsmittel. Im Studentenfutter, das zu 50 Prozent aus getrockneten Beeren und Nusskernen besteht, befindet sich auch noch Zucker. Selbst wenn auf einem Lebensmittel mit „ohne Zuckerzusatz“ oder „ungesüßt“ geworben wird, kann sich trotzdem Zucker in dem Lebensmittel befinden.

So kann sich Zucker bereits in den Zutaten Molkenpulver oder Trockenfrüchten befinden. Eigentlich sollten diese Produkte mit der Aufschrift „Enthält von Natur aus Zucker“ versehen sein, zwingend ist dieser Hinweis hingegen nicht.

Süßungsmittel auch als Geschmackgeber

Einige Hersteller von Lebensmittel bewerben ihre Produkte mit entsprechenden Schriften, wie „Mit Stevia gesüßt“. Aber auf der Rückseite findet man dann auf der Zutatenliste weitere Süßungsmittel wie Sorbitsirup, Maltitsirup, Isomalt und Fruchtsaftkonzentrat.

Stoffe die ebenfalls zur Süße beitragen sind Maltodextrin, Honig oder Fruchtsäte. Sie werden jedoch nicht ausschließlich wegen der Süße eingesetzt, sondern befinden sich auch wegen technologischen Gründen in den Produkten. So dienen sie auch zur Farbgebung oder dem Produkt einen bestimmten Geschmack zu verleihen.

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