E- Zigarette dient als Einstiegsdroge


Viele Nutzer der E- Zigarette wollen langsam vom Rauchen loskommen. Doch mit der E- Zigarette greifen sie damit zum falschen Mittel. Die E- Zigarette dient vielmehr als Einstiegsdroge, wie jetzt eine Umfrage ergab. Außerdem sind die Nebenwirkungen und Spätfolgen noch immer nicht abzusehen.

Noch immer wird die so genannte E- Zigarette als gesund und harmlos beworben. Viele Nutzer denken tatsächlich, sie würden ihrer Gesundheit einen Gefallen erweisen. Dem ist aber leider nicht so, oft dient die E- Zigarette als Einstiegsdroge. Allein in den vergangenen Jahren ist der Verkauf dieser Zigarette enorm angestiegen.

Gut 10 Prozent aller Raucher nutzen mittlerweile E- Zigaretten. Hinter den akkubetriebenen Verneblungssystemen steckt ein sehr gutes Marketing. So hat die Industrie der E- Zigarette ein sauberes Image verpasst. Sie lockt mit 100 Prozent Genuss und null Schadstoffen. Fragt man Rauchern nach dem Grund, warum sie E- Zigaretten rauchen, kommt nicht selten die Antwort: „Ich will etwas für meine Gesundheit tun.“

Keine zuverlässigen Informationen über Inhaltsstoffe

Vor nicht allzu langer Zeit wiesen aber das Deutsche Krebsforschungszentrum und der Bundesverband der Verbraucherzentralen darauf hin, dass es im Moment keine zuverlässigen Informationen gebe, welche Stoffe in den E- Zigaretten benutzt werden und wie es mit der Qualität aussieht. So wissen Konsumenten nur vage was sie dort konsumieren.

Zudem ist die Nikotinmenge mal niedriger und mal höher als angegeben, wie aktuelle Analysen zeigten. Mit der normalen Zigarette hat die E- Zigarette nur äußerlich etwas gemeinsam. Sie verbrennt kein Tabak, sondern verdampft Liquid, welches in Kartuschen lagert. Als Basis enthalten diese ein Lösungsmittel, dazu kommen noch Nikotin und Geschmacksstoffe.

Nicht emessionsfrei

Im Bericht des Deutschen Krebsforschungszentrums heißt es weiter, Nikotin geht beim Verdampfen sehr gut in den Nebel über, wobei es zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. Außerdem kann beim Verdampfen der Liquids ein giftiger krebserregender Stoff entstehen. Welche Langzeitfolgen und Nebenwirkungen dieser Chemiecocktail habe, ist bis heute vollkommen unklar unter Wissenschaftlern.

Doch nicht nur für die E- Zigarettenraucher selbst stellt die Zigarette eine Gefahr da, auch für Menschen in ihrem direkten Umfeld. Denn die E- Zigarette ist auf keinen Fall emissionsfrei. So geht der Dampf auch in die Raumluft über, der Dampf kann auch krebserregende Stoffe und süchtig machende Substanzen enthalten.

Gefährliche Appetitzügler entdeckt

Produkte aus dem Ausland sind dann sogar noch gefährlicher, sie können Potenzmittel enthalten, dessen Einnahme für Herz- Kreislauf-Patienten gefährlich sein können. Aber auch Appetitzügler wurden in E- Zigaretten schon nachgewiesen. In diversen E- Zigaretten wurde der Appetitzügler Rimonaband entdeckt.

In der EU ist er wegen seiner psychiatrischen Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden und in den USA wurde er verboten, weil er das Suizidrisiko deutlich steigere. Viele Raucher setzen auch auf die E- Zigarette weil sie vom Rauchen loskommen wollen. Doch der Erfolg einer langsamen Rauchentwöhnung ist ungewiss.

E- Zigarette als Einstiegsdroge

Erste Untersuchungen zeigen jedoch das Gegenteil auf, die E- Zigarette dient vielmehr als Einstiegsdroge. In erster Linie die zugesetzten Duftstoffe machen das Rauchen der E- Zigarette für junge Menschen und Nichtraucher attraktiv. In einer Umfrage aus Polen gaben zum Beispiel 14 Prozent an, Nichtraucher gewesen zu sein, bevor sie zur E- Zigarette griffen.

Von ihnen stiegen später 20 Prozent auf die normale Zigarette um. Daher empfiehlt es sich zurzeit lieber auf die altmodische Art der Raucherentwöhnung zurückzugreifen.

3 Kommentare
  1. h.jaeger@salespoint.de'

    Harry Jäger

    18. November 2013 at 11:49

    Vor ca. 1 1/2 Jahren hat mich die E-Zigarette vom giftigen Rauchen befreit! Inzwischen dampfe ich ohne Nikotin nur noch 2-3 mal am Tag, mit abnehmender Tendenz.

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  2. berndwasi@gmx.de'

    Bernd

    18. November 2013 at 19:18

    Über Langzeitwirkungen ist bis jetzt natürlich nichts bekannt, aber Nikotin ist bei mir auf jeden fall drin.
    Denn meine E-Zigarette hat mich jetzt seit 3 Wochen vom normalen Rauchen fern gehalten.
    Aber in der E-Zigarette ist auf jeden fall keine Blausäure, Teer, Arsen usw drin.
    Und mittlerweile gibt jeder gute E-Zigaretten Laden Auskunft was in den Liquids „vermischt “ wurde.
    Wer gibt uns den Auskunft was in unseren Lebensmittel beigemengt wurde?
    Das wird doch von Presse und Politik meistens tot geschwiegen.
    Also was soll der ganze Mist, die einzigsten die da einen Schaden von haben ist die Tabakindustrie und der Staat. Da fehlt auf einmal richtig Geld was in die Kassen fließt.

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  3. lieschenmueller@email.de'

    maria glückert

    21. November 2013 at 07:22

    Mit Verlaub – die E-Zigarette als Einstiegsdroge zu bezeichnen ist in meinem Augen blanker Unfug. Man hat diese Leute nicht gezwungen den nikotinhaltigen Dampf von E-Zigaretten zu inhalieren. Diese Menschen wollten dies mit Sicherheit selbst ausprobieren und hätten ohne Verfügbarkeit einer E-Zigarette direkt zum Glimmstängel gegriffen.

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