Malaria: Britischer Pharmakonzern kündigt Impfstoff an


Die Krankheit Malaria bedroht vor allem die Gesundheit der Kinder in Afrika. Doch nun will das britische Unternehmen GlaxoSmithKline einen Impfstoff entwickelt haben. Das gefährliche an Malaria, die Krankheit beginnt schleichend und ähnelt einer normalen Erkältung. Doch m Gegensatz zu einer Erkältung endet Malaria für viele Menschen tödlich.

Doch der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat den Stechmücken schon vor gut 30 Jahren den Kampf angesagt und dies offensichtlich mit Erfolg. Nach vielversprechenden Studien- Ergebnissen will das Unternehmen den Impfstoff „RTS,S“ im kommenden Jahr bei der europäischen Arzneimittelbehörde anmelden.

46 Prozent der Kinder geschützt

Sollte der Impfstoff genehmigt werden, könnte die Weltgesundheitsorganisation WHO schon bereits im Jahr 2015 sich für den Impfstoff in Afrika aussprechen. Das neue Mittel ist in erster Linie für Kinder in Afrika gedacht, in Europa soll der Impfstoff nicht vermarket werden.

Der britische Konzern legte bei der internationalen Malaria- Konferenz in Durban, Südafrika, erste Ergebnisse seiner Versuchsreihe der Phase drei vor, an der mindestens 15.000 Kinder beteiligt waren. Den Ergebnissen zufolge war der Impfstoff bereits nach der ersten Injektion bei 46 Prozent der Kinder zwischen fünf und 17 Monaten wirksam. Bei Kindern zwischen sechs und zwölf Wochen wirkte der Impfstoff bei 27 Prozent der Kinder.

650.000 Todesopfer jährlich

Einem Sprecher des Konzerns zufolge, sei die neue Testreihe sehr ermutigend. Die Testreihe soll weiter fortgesetzt werden, davon erhoffen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Langzeitwirkung der Impfung.

Pro Jahr sterben etwa 665.000 Menschen an Malaria. Die meisten Todesopfer sind afrikanische Kinder unter fünf Jahren. Gegen viele Malaria- Medikamente sind die Mücken in der Zwischenzeit resistent. Derzeit arbeiten mehrere Unternehmen an einem Impfstoff. Der britische Konzern ist derweil am weitesten mit seiner Forschung.

Zweite Testreihe war noch erfolglos

Erst im November des vergangenen Jahres hatte der Konzern ein enttäuschendes Ergebnis seiner Tests der Phase zwei von RTS,s bekannt gegeben. So waren nach der ersten Impfung 43,6 Prozent der Kinder vor Malaria geschützt, allerdings nahm die Wirkung im Laufe der Zeit immer weiter ab, nach vier Jahren war der Schutz komplett verflogen, hieß es damals.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, habe es bei früheren Tests nur eine geringe Zahl von Testpersonen gegeben. Zudem waren die Untersuchungen in einem Gebiet von Kenia durchgeführt worden, wo es abweichende Formen von Malaria gibt. Die dritte Phase erstreckt sich deshalb über elf Ort in sieben Ländern.

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