Glutenunverträglichkeit: Stillen und glutenhaltige Beikost schützen nicht


Forscher aus aller Welt haben sich gefragt, welcher Zusammenhang zwischen dem Zöliakie-Risiko und dem Alter eines Kindes, zudem es mit Gluten in Berührung kommt, bestehen könnte.

Bis zum heutigen Tage war relativ unklar, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Glutenunverträglichkeit und Babynahrung gibt. In einer aktuellen Untersuchung haben Wissenschaftler untersucht, ob das Alter, in dem ein Kind erstmals mit Gluten in Berührung kommt, entscheidend für seine mögliche Zöliakie-Erkrankung sein könnte. Die Ergebnisse wurden jetzt zum ersten Mal im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Mehr als 800 Neugeborene untersucht

Mehr als 800 Neugeborene mit Verwandten ersten Grades, die an Gluten- Unverträglichkeit leiden, nahmen an der aktuellen Untersuchung teil. Die Probanden wurden per Zufall auf zwei Gruppen verteilt, die Babybrei mit Gluten nach einem halben Jahr (Gruppe A) oder erst nach einem Jahr(Gruppe B) erhielten. Im Alter von 15 Monaten wurden die entsprechenden Genotypen untersucht und Screenings wegen der Unverträglichkeit wurden nach 15, 24 und 36 Monaten durchgeführt.

Die Untersuchungen der Wissenschaftler haben zu dem eindeutigen Ergebnis geführt, dass weder ein späterer Kontakt mit Gluten noch Stillen der Babys einen Einfluss auf das Risiko der betroffenen Kinder hatte, an Glutenunverträglichkeit zu erkranken. Ein eindeutiger Faktor ist auf jeden Fall der Genotyp. Allerdings konnte eine spätere Einführung von Gluten in der Kindernahrung den Ausbruch der Zöliakie herauszögern, heißt es zum Abschluss des Berichts.

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