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AHA-Regeln bremsen Grippewelle aus

von Stefan Dunky Posted on 08.02.2021 11:2008.02.2021 16:50

Eine aktuelle Statistik der Grippefälle konnte das aufzeigen, was Experten schon länger vermuten: Die sogenannten AHA-Regeln helfen nicht nur gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2, sondern auch gegen andere Viren. Aus diesem Grund ist auch die Grippewelle dieses Jahr äußerst mild, die Anzahl der Ansteckungen im Vergleich zu den Vorjahren fiel deutlich geringer aus. Manche Experten gehen nun deshalb einen Schritt weiter und raten zum dauerhaften Tragen der Maske, um das Infektionsgeschehen so gering wie möglich zu halten.

Nette Begleiterscheinung

Die von der Regierung verhängten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sowie der dadurch ausgelösten Krankheit Covid-19, zeigen eindeutig Wirkung. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Todesfälle, die mit Covid-19 einhergehen. Das Problem liegt vor allem in den verspäteten Lieferungen der Impfstoffe, wodurch bislang nur ein kleiner Teil der Bevölkerung immunisiert werden konnte. Auch international geht es damit eher schleppend voran. Positive Neuigkeiten gibt es aber hinsichtlich der jährlich grassierenden Grippewelle: Als Begleiterscheinung der strikten Hygienemaßnahmen, beispielsweise durch die eingeführten AHA-Regeln, fällt sie diesen Winter besonders mild aus.

Eindeutige Zahlen

Die kürzlich veröffentlichte Auswertung der Krankenasse Barmer hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Influenza genau angesehen und festgestellt, dass sich diese in der Corona-Pandemie mehr als halbiert hat. Verglichen mit den zwei Jahren davor zeigt sich ein wöchentlicher Rückgang um teilweise mehr als 60 Prozent. Im Mittel waren nur 661 Personen pro Woche krankgeschrieben, in den Jahren zuvor waren es noch 923 bzw. 1.721 Versicherte. Selbst das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigt nach eingehender Analyse diese Ergebnisse. „Die Grippe spielt zu Beginn dieses Jahres bisher eine sehr geringe Rolle. Die Abstand- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona senken offensichtlich auch das Influenzarisiko“, fügt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer hinzu.

AHA: So verhindert man Ansteckungen

Die AHA-Formel kann dabei ganz leicht auf den Alltag angewendet werden: Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske, gemeint ist der Mund-Nasen-Schutz, tragen. Als weitere Maßnahme empfiehlt sich regelmäßiges Lüften, das besonders im Winter gerne öfter passieren darf. Zusätzlich gibt es die Corona-Warn-App, die auf dem Smartphone eine Benachrichtigung anzeigt, sollte ein Kontakt mit einer infizierten Person erfolgt sein. Ein Corona-Kontakttagebuch kann auch offline helfen die täglichen persönlichen Begegnungen und mögliche Infektionsketten detaillierter aufzuzeichnen. Das hilft auch Behörden wie dem Gesundheitsamt das Infektionsgeschehen schneller und effizienter nachvollziehen zu können.

Impfschutz dennoch nicht vernachlässigen

Neben einem gestärkten Immunsystem ist die jährliche Grippeschutzimpfung der beste Schutz gegen Influenza. Das werde sich auch nicht ändern. Die Grippewelle zieht sich jedes Jahr bis in den April oder sogar Mai, daher ist eine Immunisierung auch jetzt noch sinnvoll. „Menschen, die täglich mit vielen Personen Kontakt haben, Seniorinnen und Senioren, chronisch Kranke und Schwangere sollten die Grippeschutzimpfung jetzt noch nachholen“, empfiehlt auch Dr. Marschall. Etwa zehn bis 14 Tage nach der Impfung ist der Körper in der Regel bereits vor einer Infektion geschützt. Aufpassen sollte man dennoch, da der Impfstoff keinen 100-prozentigen Schutz bietet. Daher sei es umso wichtiger die AHA-Regeln als Ergänzung einzuhalten, um auch chronische Kranke und ältere Menschen vor möglichen Infektionsquellen zu schützen.

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