Höhepunkt überschritten: Zika-Seuche wohl bald unter Kontrolle


Im Februar rief die WHO aufgrund des Zika-Virus den globalen Gesundheitsnotstand  aus. Laut Experten sei der Höhepunkt der Seuche nun bereits überwunden worden.

Der Zika Virus infizierte schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen in den letzten Monaten. Obwohl er lange unterschätzt wurde, fürchtete man die plötzlich auftretenden, hohen Infektionsraten. Doch nun entwarnte ein Forscherteam: „Wir erwarten, dass die gegenwärtige Epidemie in drei Jahren weitgehend überwunden ist“

Latein-Amerika am stärksten betroffen

Besonders stark betroffen war Latein-Amerika. Dort wurde das Virus vor allem durch die Gelbfiebermücken übertragen. Durch Touristen gelang der Virus zwar in Länder auf anderen Kontinenten, dort wurde er aber nur selten heimisch. Überraschenderweise konnte er sich auch in Asien nur gering verbreiten.

Schutz durch Infektion

Forscher behaupten nun der Zika Virus habe seinen Gipfel bereits erreicht. Jeder, der einmal infiziert wurde, ist immun, weil er Antikörper entwickelt. Je mehr Menschen also infiziert werden, desto mehr werden auch unempfindlich gegenüber der Epidemie. Die Gelbfiebermücke auszurotten wäre daher kontraproduktiv, weil dadurch die „Herdenimmunität“ hinausgeschoben wird. Wenn alle Menschen resistent gegenüber der Seuche sind, gibt es keine Seuche mehr.

Gefahren des Virus

In manchen Fällen kann das Virus sehr gefährlich werden. Es wurde nachgewiesen, dass er in seltenen Fällen neurologische Schäden auslösen kann. Bei Infektion von schwangeren Frauen können die Kinder Schädel-Fehlbildungen aufweisen, wie beispielsweise Mikrozephalie bei welcher der Kopf ungewöhnlich klein ist.

Derzeit kein Impfstoff

Impfstoffe gibt es bist jetzt nicht. Brasilianische und US-amerikanische Forscher wollen erste Tests starten. Dennoch kann es Monate bis Jahre dauern, bis eine Vakzine verwendbar ist. Der einzige Schutz bisher ist der vor Mücken. Durch Verwendung von Fliegengitter  und Insektenspray kann man versuchen der Epidemie zu entgehen.

Olympischen Spiele in Gefahr

Um den Schutz vor dem Virus während der Olympischen Spiele zu gewähren, versuchen brasilianische Behörden seit Monaten die Mücken auszurotten. Seuchenkämpfer werden noch bis zum 5. August , dem Beginn der Spiele, immense Mengen Gift versprühen. Ob die Methode funktionieren wird ist fraglich. Gegen das Dengue-Virus, welches dem Zika sehr ähnlich ist, ging man gleichartig vor. Jedoch ohne nachhaltigen Erfolg.

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