Hautkrebs Screening – Angst vor der möglichen Diagnose


Krebs – der womöglich größte und meist gefürchtete Feind des Menschen, gegen welchen viele auch den Kampf verlieren. Es gibt unzählige Arten und Formen von ihm, ebenso stoßen weltweit Mediziner tagtäglich auf neue Auswirkungen und Formen. Doch eines steht fest, steht die Diagnose einmal fest, steigt die Panik und Furcht im Menschen, unabhängig davon um welche Krebsart es sich handelt.

 

Hautkrebs

Der Hautkrebs, welcher sich in drei Formen unterscheidet: das Basaliom (Basalzellkarzinom), das Plattenepithelkarzinom und das Melanom (schwarzer Hautkrebs), wahrscheinlich auch die am meisten auftretende Form. Die Differenzierung erfolgt danach, aus welchen Hautzellen sich der Tumor letztendlich bildet. Das Melanom, ist bei weitem die wohl gefährlichste Art des Hautkrebs und entwickelt sich sehr stark und invasiv auch im Vergleich zu anderen Krebsarten. Fakt ist, dass der Hautkrebs im Allgemeinen betrachtet eine Revolution hinter sich gebracht hat und immer mehr und mehr Menschen daran erkranken. Auf Grund dessen, empfehlen die meisten Dermatologen, sich einem Hautkrebs-Screening mindestens alle zwei Jahre zu unterziehen. Vor allem Personen die derartige Krankheitsfälle bereits in der Familie hatten aber auch jedem anderen. Denn eines steht fest, beim Hautkrebs, besonders beim Melanom, kommt es nicht oft vor, dass dieser sich benigne (gutartig) entwickelt.

 

Berufe die besonders gefährdet sind

Da beispielsweise Bauarbeiter und Landwirte bei ihrer Arbeit im Sommer hoher UV-Strahlung ausgesetzt sind, haben diese nach einer Studie ein besonders hohes Risiko für hellen Hautkrebs. Denn ihre Belastung mit ultravioletter Sonnenstrahlung war dreimal so hoch wie bei Mitarbeitern im Ackerbau oder bei Postboten. Auch bei Zimmerern, Straßen- und Betonbauern, Maurern, Stahlbaumonteuren und auch bei einigen Obst und Gemüsegärtnern, kann ein höheres Risiko auftreten. Demnach wurde Hautkrebs inzwischen auch als Berufskrankheit anerkannt.

 

Tipps von Medizinern:

– Mittagssonne meiden (Mittags ist die Sonne am stärksten und kann somit den größten Schaden anrichten)
– Sonnenschutz (dieser ist unerlässlich und sollte mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden, mit passendem Lichtschutzfaktor)
– Kleidung (an heißen Tagen sollte die Haut so gut wie möglich mit Kleidung bedeckt sein)
– Schutz für die Augen und den Kopf (Kopfbedeckung und Sonnenbrille)
– Solarien meiden
– Sonnenbad dem Hauttyp anpassen (helle Hauttypen sind deutlich empfindlicher als dunkle Hauttypen)
– Regelmäßige Früherkennung (wer regelmäßig Früherkennungsmaßnahmen ergreift, hat auch gute Chancen sich rechtzeitig in Behandlung begeben zu können, wenn Hautkrebs festgestellt wird)

 

Angst vor dem Screening?

In der bayrischen Region in Deutschland, geht mehr als jeder zehnte Bundesbürger ab 40 nicht zum Screening, aus Angst der Arzt könnte ein Anzeichen von Hautkrebs erkennen. Dies bestätigte auch eine Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“. Dabei haben sogar seit dem 1. Juli 2008 gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre sogar Anspruch auf die Kostenübernahme durch die Krankenkassen für ein solches Hautkrebs-Screening. Insgesamt lassen aber doch immerhin vier von zehn (40,1 %) aller Befragten ab 40 regelmäßig d.h. mindestens alle zwei Jahre die Vorsorgeuntersuchung bei sich durchführen. Jedoch gaben um die 36,5 % an, noch nie beim Hautarzt zu einer Hautkrebsvorsorge gewesen zu sein. Hierbei zeigt sich das weibliche Geschlecht auch als das gesundheitsbewusstere, denn 48,6 % der Frauen und nur 30,9 % der Männer ab 40 nehmen laut eigener Aussage regelmäßig am Hautkrebs-Screening teil. Denn eine wichtige Sache gilt, rechtzeitig erkannt, ist Hautkrebs in den meisten Fällen heilbar, aber zur Vorsorgeuntersuchung muss man schon selber hingehen!

 

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