Was eine gute Zahnpasta ausmacht


Bei Zahnpasta gibt es drei Kategorien. Einmal die Weißmacher, die versprechen die Zähne weißer zu machen, dann sensitive Zahnpasta, die die Schmerzempfindlichkeit reduzieren und Zahnpasta die poröse Stellen wieder herstellen. Ob alle drei Cremes etwas taugen, haben wir in diesem Bericht zusammengestellt.

Zähen sind ein teures gut. Dabei kommt es nicht nur darauf an die Zähne regelmäßig und gründlich zu putzen, sondern vielmehr auch auf die verwendete Zahnpasta. Der Preis spielt dabei nur in den seltensten Fällen eine Rolle. Die wichtigste Aufgabe der Zahnpasta: Sie soll Karies vorbeugen. Dafür sollte die Zahnpasta Fluorid enthalten.

Dafür muss die Zahnpasta aber keinen bestimmten Namen haben oder besonders teuer sein, das haben diverse Tests der Stiftung Warentest in der Vergangenheit gezeigt. Der Zahn ist mit das härteste Gewebe des menschlichen Körpers, aber bei Säureangriffen leidet vor allem die Festigkeit der Zahnkrone und sie wird schwächer und schwächer.

1500 ppm F für Erwachsene

Fluoride sorgen hingegen dafür, dass die Zahnkrone wieder gestärkt wird. Experten empfählen Kindern bis zu sechs Jahren eine Fluoridgehalt von 500 ppm F, Erwachsene brauchen hingegen schon 1500 ppm F. Den Wert findet man immer auf der Packung der Zahnpasta. Gerade Zahnpasta aus dem Reformhaus enthält oft gar keine Fluoride, wie die Stiftung Warentest in einer Stellungname mitteilt.

Besonders Eltern kaufen diese Zahnpasta gern für ihre Kinder. Die Folge ist, dass immer Kinder Löcher in den Zähnen bekommen, die dann von einem Zahnarzt gefüllt werden müssen. Auch die sogenannten Putzkörper spielen bei Zahncreme eine wichtige Rolle. Sie helfen dabei Verfärbungen zu entfernen.

20 Zahncremes gestestet

Größe, Form und Anzahl der Putzkörper bestimmen den Abrieb am Zahn. Doch dieser Wert ist nicht auf der Tube der Zahncreme zu finden. Das liegt daran, weil der Wert nicht international genormt ist. Weißmacher und Produkte die eine hohe Wirkung gegen Beläge versprechen, haben eine hohen Abrieb, sensitive Zahnpasta eher einen geringen Abrieb.

Ein hoher Abrieb kann allerdings auch dem Zahn schaden, so hat die Stiftung Warentest bei 20 Zahncremes auch einige Zahncremes mit einem hohen Abrieb gefunden, die den Zähnen schaden können. Hoher Abrieb ist oft nicht zu empfehlen, weil viele Menschen mit hohem Druck putzen und oft auch nicht die richtige Technik beherrschen.

Zahnhälse leiten Druck, Hitze und Kälte weiter an Zahnnerv

Hier werden oft Scheuerbewegungen ausgeführt, die aber die Zahnhartsubstanz verletzen. Unter der Zahnkrone befindet sich allerdings eine recht weiche lebende Substanz. Der Zahnschmelz nimmt zum Zahnfleisch hin immer weiter ab. Der Zahnhals wiederrum ist vom Zahnzement geschützt. Geht das Zahnfleisch infolge falschen Putzens zurück, kann der Zahnzement weggebürstet werden und die Zahnhälse liegen frei.

Die Zahnhälse leiten Hitze, Kälte und Druck sehr schnell an den Zahnnerv weiter und es kommt zu Zahnschmerzen. In diesen Fällen sind sensitive Zahnpasten gefragt. Sie haben einen geringen Abrieb und haben Inhaltsstoffe die die Schmerzempfindlichkeit der Zahnhälse reduzieren. Sie sind also das komplette Gegenteil zu Weißmachern.

Keine klinischen Hinweise

Weißmacher können in der Regel Verfärbungen sehr gut zu Leibe rücken. Das bedeutet aber nicht, dass sie Zähne weißer machen, sondern vielmehr ihre Naturfarbe wieder auffrischen. Doch bevor so ein Produkt verwendet wird, sollte man sich von seinem Zahnarzt beraten lassen. Einige Produkte sind sehr aggressiv und schaden bei langer Anwendung dem Zahn.

Relativ neu auf dem Markt sind Zahnpasten, die versprechen poröse Stellen zu reparieren. Das Problem an diesen Produkten, sie enthalten keinen Fluorid. Die Warentester haben diese Produkte also wegen ihres mangelnden Fluoridgehaltes abgewertet. So gibt es auch keine klinischen Hinweise auf die Versprechen der Hersteller.

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