Rauchverbote haben Rückgang bei Frühgeburten und Asthma zur Folge


In der Zwischenzeit haben einige Länder Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Restaurants durchgesetzt. Unter anderem auch Deutschland. Infolge dieser strengen Rauchverbote sind auch die Zahlen der Frühgeburten und die der asthmakranken Kinder deutlich gesunken. Das Haben Wissenschaftler anhand von mehreren Studien herausgefunden, die sie im Detail auswerteten.

Viele Kinder kommen zu früh auf die Welt. Ihr Anteil entspricht aktuellen Statistiken zufolge etwa elf Prozent. Dennoch können einfache Maßnahmen helfen die Zahlen der Frühgeburten noch weiter zu senken, wie Wissenschaftler jetzt in einem aktuellen Bericht mitteilten.

Wissenschaftler haben elf Studien aus Europa und Nordamerika ausgewertet

So haben zum Beispiel Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden in Europa und Nordamerika dazu geführt, dass die Zahlen der Frühgeburten und der schweren Asthmaanfälle bei Kindern deutlich gesunken sind. Wie die Wissenschaftler berichten, gab es nach Einführung des Rauchverbots zehn Prozent weniger Frühgeburten und junge Asthmapatienten in Krankenhäusern.

Zudem ist der Anteil der Kinder, die mit einem zu geringen Gewicht zur Welt kommen um fünf Prozent gesunken. Die Wissenschaftler hatten elf Studien aus den Jahren 2008 bis 2011 ausgewertet. Sechs Studien stammten aus Europa und fünf aus Nordamerika. Die Studien umfassten etwa 2,5 Millionen Geburten und 250.000 klinische Behandlungen von jungen Asthma- Patienten.

600.000 Menschen sterben jährlich durch Passivrauchen

In einigen Ländern der Welt wurden in den vergangenen Jahren Rauchverbote für öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel und Restaurants erlassen, darunter auch Deutschland. Dennoch leben erst 16 Prozent der Menschen weltweit in Ländern mit umfassenden Rauchverboten. 40 Prozent aller Kinder dieser Welt sind regelmäßig dem Tabakqualm ausgesetzt.

Daher kommen elf Prozent der Kinder immer noch zu früh auf die Welt, das entspricht etwa 15 Millionen Babys pro Jahr. Die Weltgesundheitsorganisation geht zusätzlich davon aus, dass sechs Millionen Menschen pro Jahr durch Zigarettenqualm sterben, 600.000 von ihnen sollen Passivraucher sein.

Rauchverbote führen zu weniger rauchenden Haushalte

Die Studien haben zweifelsfrei beleget, dass Rauchverbote an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Gebäuden und Restaurants die Gesundheitsrisiken von Mutter und dem ungeborenen Kind im Mutterleib sowie Kindern entscheidend verringern, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht der erstmals in dem Magazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Außerdem haben die Rauchverbote einen positiven Effekt auf die Gesundheitsausgaben. Auch haben Studien bereits gezeigt, dass Rauchverbote die Zahlen von rauchenden Schwangeren sowie passivrauchenden Kindern in Haushalten deutlich senken. Anders als befürchtet gibt es durch die Rauchverbote nicht mehr rauchende Haushalte sondern deutlich mehr rauchfreie Haushalte.

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