Nasenbluten: Was dahinter steckt und wie man das Blut stoppt


S. Hofschlaeger  / pixelio.de

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Nasenbluten ist keine angenehme Sache, dennoch sollten sie in erster Linie eins, Ruhe bewahren. Als zweiten Schritt sollten sie die Gefäße verengen. Hierfür gibt es mehrere Wege. Ein Arzt sollte nur aufgesucht werden, wenn man die Blutung nicht in den Griff bekommt.

Nasenbluten treten besonders häufig bei Kindern auf. Eltern bekommen dann in vielen Fällen einen großen Schrecken. In den meisten Fällen ist Nasenbluten aber völlig harmlos. Das beste Mittel ist immer noch Ruhe ausstrahlen.

Arztbesuch meistens unnötig

Für die Betroffenen ist Nasenbluten oft unangenehm, aber auch beängstigend. Allerdings ist Nasenbluten oft viel harmloser als es im ersten Moment erscheinen mag. Mit wenigen einfachen Tricks lässt sich das Nasenbluten schnell stoppen. Ein Arztbesuch ist nur in den wenigsten Fällen nötig.

Nasenbluten entsteht meistens im vorderen Drittel der Nase. Hier liegen die Venen sehr oberflächlich und können so auch sehr schnell platzen. Ursachen für Nasenbluten sind oft starke körperliche Belastungen, ein Sportunfall, eine Rauferei mit einem Schlag auf die Nase. Aber auch starke Erschütterungen durch Hüpfen und Springen können Nasenbluten hervorrufen.

Trockene Raumluft kann zu Nasenbluten führen

Es kann aber auch durch Entzündungen, intensives oder häufiges Schnauben, Niesen, Husten oder Nasebohren zu Nasenbluten kommen. Zudem stecken Kinder gern auch Fremdkörper in die Nase. Bei einer zu trockenen Nasenschleimhaut kommt es besonders schnell zum Nasenbluten, dann reichen schon leichte Druckerhöhungen in den Blutgefäßen oder kleine mechanische Belastungen.

Auch trockene Raumluft ist ein Risikofaktor, denn sie macht die Nasenschleimhaut trocken und Gefäße rissig. Aber auch der Missbrauch von Nasentropfen kann diese Wirkung haben. Besonders häufig kriegen Patienten, die Blutverdünnung oder auch Allergien haben Nasenbluten. Auch Menschen, bei denen der Knochenbau verändert ist, wie zum Beispiel eine schiefe Nasenscheidewand, neigen eher dazu, dass ihre Nase einmal plötzlich blutet.

Gefäße verdichten

Aber auch Bluthochdruck und Rauchen können die Neigung zum Nasebluten verstärken. Im Ernstfall sollten Betroffene Ruhe bewahren und dann erst einmal alles ausschnäutzen, damit das bereits geronnene Blut aus der Nase kommt. Als zweites sollten die Gefäße im vorderen Nasenbereich verdichtet werden.

Dies geschieht durch zusammendrücken der Nasenflügel oder durch Einführen von Watte in die Nasenlöcher. Alternativ können auch gefäßverengende Tropfen lokal gegeben werden. Na einigen wenigen Minuten kann der Druck dann wieder gelockert werden. Die ideale Sitzposition ist aufrechtes, leicht nach vorne gebeugtes Sitzen.

Kalten Lappen in den Nacken oder auf die Stirn

Zudem kann ein Kühlkissen oder nasser Lappen in den Nacken oder auf die Stirn gelegt werden. Im Idealfall zeihen sich die Gefäße durch die Kälte zusammen und das Nasenbluten ist beendet. Immer wieder wird empfohlen den Kopf in den Nacken zu legen, doch dies ist vollkommen falsch, denn dadurch läuft das Blut nach hinten und landet im Magen und dem Betroffenen wird schlecht.

Die Folgen können, Übelkeit, Erbrechen und schwarzer Stuhl sein. Zudem kann dann schlecht bestimmt werden, wie viel Blut der Patient bereits verloren hat. Viele Blutverluste können auch vermieden werden, wenn man starke Belastungen vermeidet. Auch salzhaltige Nasensprays helfen dabei die Nasenschleimhäute feucht zu halten.

Nase abends befeuchten

Wer häufig Nasenbluten hat, sollte mit einem Wattestäbchen Vaseline auf der Nasenschleimhaut verteilen. Alternativ geht auch Mineralsalbe. Während der Heizperiode sollte man regelmäßig lüften und über einen Luftbefeuchter nachdenken.

In einigen wenigen Fällen ist Nasenbluten auch ein fall für den Arzt, aber nur dann wenn man das Blut daheim nicht gestoppt bekommt. Wenn bei einem Kind zu jeder Jahreszeit unabhängig von einem Infekt Nasenbluten auftritt, sollten Eltern dies abklären lassen. Dann könnte das Kind unter Blutgerinnungsstörungen leiden.

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