Joggen schadet nicht dem Kniegelenk und sieben weitere Fitnessmythen


Sport gehört bei vielen zu den guten Vorsätzen im neunen Jahr. Dennoch ranken um den Sport immer noch viele unzählige Mythen. Mit denen wir heute einmal in Form dieses Artikels ein wenig aufräumen wollen.

Mythos 1: Wer noch vor dem Frühstück trainieren geht, nimmt schneller ab

Zwar wird mehr Fett verbrannt, wenn man noch vor dem Frühstück trainieren geht, dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man dadurch schneller abnimmt, was auch zahlreiche Studien in der Zwischenzeit bewiesen haben. Denn wer auf nüchternen Magen trainieren geht, tut dies bei deutlich reduzierter Intensität. Was dann auch bedeutet, dass der Gesamtenergieverbrauch deutlich geringer ist.

Zudem kommt es beim Abnehmen auf die insgesamt verbrauchten Kalorien an und nicht nur auf den Anteil der Fettverbrennung am gesamten Energieverbrauch. Nur wer regelmäßig und abwechslungsreich trainiert, verliert auf Dauer das meiste Gewicht. Zudem birgt das Trainieren auf nüchternen Magen auch die Gefahr der Unterzuckerung.

Mythos 2: Füllige Oberschenkel und Bierbauch lassen sich gezielt trainieren

Mit solchen Sätzen werben gern Frauenzeitschriften. Doch Experten betonen immer wieder: Das funktioniert so nicht. Zwar verbrennen aktive Muskeln deutlich mehr Fett, aber dies ist nicht nachhaltig und das Fett ist schnell wieder aufgefüllt. Daher sollten viele große Muskelgruppen regelmäßig trainiert werden. Besonders Übungen für Bauch, Beine und Po sollten nicht vernachlässigt werden, um alles zu festigen.

Mythos 3: Ausreichendes Trinken ist beim Sport sehr wichtig

Jeder der regelmäßig ein Fitnessstudio besucht, kennt die Aufforderungen der Trainer regelmäßig etwas zu trinken. Auch viele Sportler haben Angst während des Trainings zu viel Flüssigkeit zu verlieren. Doch in Wirklichkeit ist es besser, auf den Körper zu hören, also erst etwas zu trinken, wenn einen das Durstgefühl plagt.

Schnelleres Schwitzen beim Sport ist zudem ein gutes Zeichen, dass Thermoregulierung noch bestens funktioniert und sagt nichts über schlechte Kondition aus, ganz im Gegenteil.

Mythos 4: Regelmäßiges joggen ist schlecht fürs Knie

Klagen Jogger unter Knieschmerzen, hören sie oft von Freunden und Verwandten, dass das Joggen an den Schmerzen schuld sei. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn joggen stärkt sogar das Kniegelenk. Eine große Studie hat zudem herausgefunden, dass Jogger das niedrigste Arthroserisiko haben. Doch wenn die Schmerzen nicht nachlassen, sollte man einen Arzt aufsuchen und nicht stur weiter joggen.

Mythos 5: Vor dem Sport sollte man sich ausgiebig dehnen.

Hier hört man die unterschiedlichsten Meinungen. Doch aktuellen Untersuchungen zufolge, hat das Dehnen vor dem Sport keinen sinnvollen Zusatznutzen. So beugt das statische dehnen auf keinen Fall Verletzungen vor. Das Dehnen nach dem Sport ist hingegen zum „Cool-down“ absolut sinnvoll.

Mythos 6: Muskelkater kommt durch vermehrte Milchsäure und mit Bewegung bekommt man ihn weg

In Wirklichkeit ist ein Muskelkater nichts anderes als Mikrorisse im Muskelgewebe. Daher lässt sich der Muskelkater auch nicht mit Sport bekämpfen, allerdings leichte Bewegungen können Abhilfe schaffen. Hier kann man nur geduldig warten bis der Schmerz nachlässt.

Mythos 7: Wer über 70 Jahre alt ist, kann nicht mehr viel für seine Fitness tun

Das ist totaler Unsinn, wie auch zahlreiche Studien bewiesen haben. So kann Kraft- und Ausdauertraining bei Rentnern zu einer deutlichen Verbesserung der Kraft und des medizinischen Risikoprofils führen. Das bedeutet, diese Menschen können sich durch Sport länger selbstständig versorgen. Sport beugt zudem Unbeweglichkeit und Herz- Kreislauf- Erkrankungen vor.

Mythos 8: Kinder sollten kein Krafttraining machen

Natürlich dürfen Kinder das, denn Krafttraining fördert ihre Stabilität und ihre Körperbeherrschung. Allerdings sollten Kinder nur Krafttraining mit ihrem eigenen Körpergewicht betrieben, also ohne Gewichte. Also Klimmzüge und Liegestütze sind erlaubt.

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