Darum sind Medikamente gegen Sodbrennen mitunter so gefährlich


Nicht nur Kaffee und Süßigkeiten können unter Umständen zu Sodbrennen führen. Auch ernsthafte Erkrankungen können Auslöser von Sodbrennen sein. In einigen Fällen sollten Betroffene auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, wir sagen ihnen, wann dies der Fall ist.

Sodbrennen ist in den meisten Fällen vollkommen harmlos. Sogenannte Säurelocker sind in den meisten Fällen der Auslöser – wegen Kaffee, Gewürzen oder Alkohol kann es in vielen Fällen zu Sodbrennen kommen. Aber auch Stress, die Einnahme von Schmerzmitteln oder Fehlfunktionen des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre können unter Umständen zu Sodbrennen führen.

Experten warnen immer wieder davor, Sodbrennen zu lange auf eigene Faust zu behandeln. Falls die Beschwerden langfristig und öfter als zweimal in der Woche auftreten, sollte auf jeden Fall ein Mediziner hinzugezogen werden. Denn rezeptfreie Medikamente gegen Sodbrennen könnten in diesen Fällen mehr schaden als retten.

Ernsthafte Krankheiten bleiben unentdeckt

Magensäure, die die Speiseröhre langsam hinaufklettert, löst Sodbrennen aus. Eine gesunde Magenschleimhaut wird von der Salzsäure im Magen, die in erster Linie zur Verdauung und Desinfektion vorhanden ist, nicht angegriffen. Falls die Säure allerdings in die Speiseröhre gelangt, kann sie dort erheblichen Schaden anrichten.

Es gibt allerdings rezepfreie Arzneimittel gegen Sodbrennen: So genannte Protonenpumpenhemmer (PPI) können die Bildung von Magensäure erfolgreich verhindern. Das kann so angenehm sein, dass Betroffene nach dem Absetzen wieder auf diese Medikamente zurückgreifen. Doch das kann auch dazu führen, dass ernsthafte Krankheiten nicht entdeckt werden – schließlich wurden alle Anzeichen dafür durch diese Medikamente unterdrückt.

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