Bei Knieschmerzen sofort zum Arzt- sonst droht Arthrose


Jeder von uns kennt sie und keiner mag sie: Knieschmerzen. Nur die wenigsten gehen bei den ersten Knieschmerzen zum Arzt. Aber gerade bei den ersten Knieschmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn der Meniskus könnte verletzt sein. Wird dieser nicht behandelt, droht Arthrose.

Unsere Knie sind leider nicht für die Ewigkeit gemacht. Sie gehören neben Hüften zu den meisten Operationen in Deutschland. Schuld daran ist der Meniskus. Denn er leidet schnell einmal. Unfälle und Sport setzen ihm im gleichen Umfang zu, wie der normale Verschleiß. Auf jeden Fall sollte der Knorpel bei den ersten Problemen behandelt werden, denn abwarten kann die Situation deutlich schlimmer machen.

Gelenk wird blockiert

Gerade Verletzungen am Meniskus gehören zu den häufigsten Knieproblemen. Ein einigen Fällen reicht schon eine schnelle falsche Bewegung aus und der Meniskus reißt. Bei jüngeren Menschen treten die Verletzungen eher beim Sport oder bei Unfällen auf. Diese Verletzung löst dann meisten Schmerzen im Knie aus.

Ist der Meniskus allerdings teilweise abgerissen, wird das Gelenk blockiert. Die betroffenen Personen können dann ihr Knie nicht mehr richtig strecken oder beugen. In einigen Fällen kann es auch zu einer Schwellung kommen. Das menschliche Knie besitzt allerdings zwei Menisken. Einmal der Innen- und einmal der Außenmeniskus.

Stoßdämpfer und Druckverteiler

Die halbförmigen Knorpel zwischen dem Ober- und Unterschenkel sind zudem wichtige Strukturen in dem Gelenk. Sie dienen aber in erster Linie als Stoßdämpfer bzw. Druckverteiler. Zudem passen sie die unterschiedlichen Strukturen des Unter- und Oberschenkels aneinander an. Hierdurch wird das Gelenk für Verschleiß geschützt.

Besonders Risikoreich sind Sportarten häufigen Stop- and- Go- Bewegungen. Dazu gehören unter anderem Squash, Fußball, Handball, aber auch Skifahren. Aber auch der normale Verschleiß kann über Jahrzehnte dem Knie ordentlich zusetzen. So verändern die einwirkenden Kräfte die Struktur. Das Gewebe des Meniskus reibt sich dann auf und schädigt den Gelenkknorpel.

Schmerzen beim Beugen des Knies

Die meisten Menschen verspüren dann Schmerzen, wenn sie Treppen steigen, in die Hocke gehen oder aus Hocke wieder aufstehen müssen. Die meisten verspüren den Schmerz dann auf der Innenseite des Knies. Bei entsprechenden Vorschäden, kann einfaches Beugen oder leichtes Vertreten dazu führen, dass der Meniskus einreißt. Was wiederrum zu Schmerzen führt.

Dadurch verändert sich der Meniskus in vielen Fällen schon im mittleren Alter. Dies kann im Alter von etwa 40Jahren, in einigen Fällen auch schon einige Jahre früher geschehen. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt auch von der Beschaffenheit des Gewebes ab. Aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel können den Verschleiß fördern, ähnlich wie bei Berufen, bei denen auf den Knien oder in der Hocke gearbeitet werden muss.

Bei Schmerzen Meniskus zeitnah behandeln lassen

Doch nicht nur wegen der Schmerzen, sollten Meniskus möglichst zeitnah behandelt werden. Ein eingerissener Meniskus ist in fast allen Fällen der Beginn einer Arthrose. Also eine fortschreitende Zerstörung des Gelenks. Ist die Verletzung die Ursache, kommt möglicherweise eine Operation in Betracht. Entweder wird der Riss genäht oder beschädigte Teile des Meniskus werden im Rahmen der Operation entfernt.

Die Operation erfolgt in den meisten Fällen aber recht schonend durch eine Gelenkspiegelung. Hier sind nur kleine punkförmige Schnitte nötig. Durch die Naht ist ein vollständiger Erhalt des Meniskus möglich, hier sind die Erfolgsaussichten langfristig gesehen am höchsten. Ob es zu einer Naht kommen kann, hängt aber von Art und Ort der Verletzung, Alter, körperlicher Fitness des Patienten und einer Reihe weiterer Faktoren ab.

Drei bis sechs Wochen Heilung

Werden Teile des Meniskus in einer Operation entfernt, kann der Patient sein Knie schon kurzer Zeit wieder vollständig belasten. Eine Naht des Meniskus muss im Gegensatz dazu länger heilen und erfordert deutlich mehr Geduld vom Patienten. In den ersten drei bis sechs Wochen sind Gehhilfen unverzichtbar um das Kniegelenk zu entlasten.

Allerdings wäre es vollkommen die falsche Entscheidung, sich wegen der schnellen Heilung für eine Teilentfernung des Meniskus zu entscheiden. Wer sich bereits im jungen Alter einen Teil seines Meniskus entfernen lässt, hat ein großes Risiko im Alter an Arthrose zu erkranken. Tritt der Riss im Meniskus in Folge von Verschleiß auf, besteht keine Aussicht, dass durch Nähen der Meniskus vollständig erhalten bleibt.

Riss wird stabilisiert

In einer Operation wird dann versucht, den Riss zu stabilisieren und die instabilen Teile werden entfernt und es wird möglichst viel vom Meniskus übrig gelassen. Hat der Gelenkknorpel aber schon viel Schaden genommen, weil eine Meniskusverletzung nicht behandelt wurde, ist es auch möglich, dass eine Operation keine Verbesserung mehr bringt.

Als Alternative würden die Ärzte dann versuchen mit Medikamenten und Physiotherapie die Schmerzen wieder in den Griff zu bekommen, um einen künstlichen Gelenkersatz möglichst lange hinauszuzögern. Aber selbst nach einer erfolgreichen Operation ist oft die Hilfe eines Physiotherapeuten notwendig.

Zeiten für Schonung und Entlastung unbedingt einhalten

Diese wird meistens dann verordnet, wenn der Heilungsprozess nach der Operation nicht optimal verläuft. Wichtig ist außerdem auch, dass die festgelegten Zeiten der Ärzte und Therapeuten für Schonung und Entlastung bedingungslos eingehalten werden. Doch oft haben die Patienten den Anspruch schnell wieder fit zu werden, ähnlich wie man es von Leistungssportlern kennt.

Allerdings vergessen die meisten Patienten aber dabei, dass allein die körperlichen Voraussetzungen hinsichtlich Lymphabfluss, Durchblutung und gelenkstabilisierender Muskulatur bei Leistungssportlern aber ganz andere sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.