Warum wir Schwitzen und warum es so wichtig ist


Schweiß riecht oft streng und ist alles andere als sexy. Dennoch ist er für uns überlebensnotwendig. Er reguliert unsere Körpertemperatur. Doch wir schwitzen nicht nur im Sommer, auch scharfes Essen kann uns ins Schwitzen bringen. Außerdem schwitzen Sportler oft mehr als Untrainierte, warum das so ist? Dieser Artikel verrät es ihnen.

Der Sommer ist in Deutschland endlich angekommen, das bedeutet aber auch, dass bei manchen Menschen der Schweiß in Strömen läuft. Zwar hat er nicht den tollsten Geruch, dennoch ist er für uns überlebensnotwendig.

Wetterfühlige haben es besonders schwer

Nicht jeder Deutsche liebt die Hitze. Laut einer aktuellen Umfrage der Apotheken- Umschau hat jeder vierte Wetterfühlige mit den derzeitigen hohen Temperaturen zu kämpfen. Zwei Drittel der so genannten Wetterfühligen leiden zudem unter Kopfschmerzen. Ungefähr genauso viele Menschen haben wegen der Hitze Probleme mit ihrem Kreislauf.

Ein Drittel der Befragten hat zudem mit Schwindelattacken zu kämpfen. Und ein Viertel der Befragten kann sich aufgrund der hohen Temperaturen nicht richtig auf seinen Job konzentrieren. Wer das Glück hat nicht wetterfühlig zu sein, wird vom Schweiß, der den Körper hinunterläuft vom Arbeiten abgehalten.

Bis zu sechs Liter Schweiß pro Tag

Dennoch erfüllt der Schweiß eine lebenswichtige Funktion, er reguliert unserer Körpertemperatur. Bis zu drei Millionen Schweißdrüsen sorgen dafür, dass unser Körper nicht überhitzt. Als erstes sieht man den Schweiß unter den Achseln, obwohl der Schweiß dort nur ein Prozent der kompletten Schweißmenge ausmacht.

Hier kommt der Schweiß zuerst an, weil zu wenig Luft an die Achseln kommt um diese zu kühlen und zu trocknen. Der Mensch produziert bei kühlen Temperaturen und wenig Bewegung etwa 200 Milliliter Schweiß. Im Sommer bei hohen Temperaturen kombiniert mit Stress und Bewegung können es schon mal bis zu sechs Liter pro Tag werden. Im Normalbetrieb sind es hingegen ein bis drei Liter Schweiß.

Auch Essen bringt uns ins Schwitzen

Betrachtet man die Geschlechter, schwitzen Männer generell mehr und schneller als Frauen. Das liegt daran, dass sie eine größere Hautoberfläche und somit auch mehr Schweißdrüsen haben. Daher haben sie auch einen höheren Stoffwechselumsatz. Auch die Evolution hat ihr übriges getan, so haben Menschen die am Äquator wohnen mehr Schweißdrüsen, als Menschen in Skandinavien.

Doch nicht nur die Hitze bringt uns in Schwitzen. Auch bei scharfen Essen sammelt sich der Schweiß vornehmlich in Form von Schweißperlen im Gesicht und am Hals. Zuständig dafür sind die Sensoren im Mund, die für die Regulierung der Wärme und das Schwitzen zuständig sind.

Schwitzen kann auch krankhaft sein

Auch Sportler schwitzen in der Regel schneller als untrainierte Menschen. Das liegt wiederrum daran, dass die Schweißdrüsen gelernt haben, bei körperlicher Aktivität gezielt zu schwitzen. Daher leiden sportliche Menschen auch seltener unter unkontrollierten Schweißausbrüchen.

Aber schwitzen kann auch krankhaft sein, so leiden 13 Millionen Menschen in der westlichen Welt unter krankhaften Schwitzen. Diese Krankheit wird Hyperhidrose genannt. Menschen mit dieser Krankheit schwitzen selbst im Ruhezustand deutlich mehr als gesunde Menschen. Dabei gilt eine Bildung von mehr als 100 Milligramm Schweiß in fünf Minuten unter den Achseln als krankhaft.

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