Zeckenbiss: Neues Gel soll gegen Borreliose schützen


Offensichtlich kann es in absehbarer Zeit ein Gel gegen die von den Zecken übertragenen Krankheit Borreliose geben. Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich führen derzeitig eine Abschlussstudie durch. Somit wäre das Medikament das erste, welches die Krankheit vor dem Ausbreiten im menschlichen Körper bekämpft.

Zecken sind besonders im Frühjahr und Sommer in Deutschland aktiv. Die Forscher warnen jedes Jahr vor den kleinen gefährlichen Tierchen. Sie übertragen zum Beispiel die Krankheit Borreliose. Gegen diese Krankheit testen Wissenschaftler derzeitig ein neues Gel. An dem neuen Medikament arbeiten derzeitig Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich.

Das Gel soll direkt nach einem Zeckenbiss auf die Haut aufgetragen werden und so die Krankheit Borreliose vorbeugen, die durch einen Zeckenbiss übertragen werden kann. Einer aktuellen Statistik zufolge sollen je nach Region in Deutschland bis zu 35 Prozent der Zecken mit Borreliose- Bakterien infiziert sein.

Wirkstoff auch in Tablettenform verfügbar

Jeder der von einer Zecke gebissen wurde, kann also auch an der Krankheit Borreliose erkranken, warnen die Wissenschaftler. Doch nicht jeder Gebissene erkrankt auch gleich an dieser Krankheit. Wie eine weitere Statistik belegt, erkranken nur fünf bis zehn Prozent der Gebissenen. Dennoch mahnen die Wissenschaftler zur Vorsicht.

Bei dem neuen Gel, soll es sich um einen antibiotikahaltigen Wirkstoff handeln. Wird das Medikament in absehbarer Zeit zugelassen, wäre es das erste Arzneimittel, das die Borreliose bekämpft, bevor sich die Bakterien im menschlichen Körper ausbreiten. Der im Gel enthaltene Wirkstoff Azithromycin ist auch bereits in Tablettenform verfügbar und wird unter anderem auch bei Borreliose verabreicht.

Probanden für Abschlussstudie gesucht

Wie die Wissenschaftler betonen, habe das Gel in vorangegangen Studien sehr gut gewirkt und es ist als sehr erfolgreich einzustufen. Des Weiteren dringe das Gel auch sehr gut in die menschliche Haut ein und rufe dabei kaum Nebenwirkungen hervor.

Um eine abschließende Studie durchzuführen, suchen die Wissenschaftler noch bis zum Herbst dieses Jahres Probanden zwischen 18 und 80 Jahren, die von einer Zecke gebissen wurden. Die Zecke sollte wenn möglich mitgebracht werden oder noch in der Haut stecken, den Angaben zufolge nehmen schon mehr als 500 Testpersonen an der Studie teil.

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