Zeckenbiss: Deutlich mehr Menschen mit Borreliose infiziert als angenommen


In Deutschland erkranken deutlich mehr Menschen an Borreliose als bis jetzt angenommen. So sollen jährlich mehr als 200.000 Menschen an der Borreliose erkranken. Übertragen werden kann die Krankheit durch Zecken oder Läuse.

Im Frühjahr und Sommer steigt bekanntlich die Zeckengefahr. Wer von einer Zecke gebissen wurde, sollte zudem sicher gehen, dass er nicht an Borreliose erkrankt ist. Dazu sollte man einen Mediziner aufsuchen. Pro Jahr erkranken allerdings mehr Menschen an Borreliose, als angenommen, wie jetzt eine aktuelle Studie ergab.

Bis jetzt ging man davon aus, dass pro Jahr 60.000 bis 100.000 Menschen an Borreliose erkranken. Eine neue Analyse zeigt jedoch, dass jährlich etwa 214.000 Menschen mit dieser Krankheit infiziert werden. Die aktuelle Analyse stammt aus einer Arbeitsgruppe um den Labormediziner Prof. Klaus- Peter Hunfeld, der anonyme Daten der Krankenkasse der DAK analysierte.

Erste wissenschaftliche Analyse

So erkrankten im Jahr 2007 etwa 14.780 Versicherte der DAK an Borreliose, 2008 waren es dann schon 16.700 Versicherte der Krankenkasse. Rechnet man die aktuellen Zahlen auf ganz Deutschland hoch, kommt man auf die besagten 214.000 Ansteckungen. Bei der aktuellen Analyse handelt es sich um die erste wissenschaftlich Analyse für Deutschland.

Die Krankheit Borreliose kann durch einen einfachen Bluttest nachgewiesen werden. Laut den aktuellen Ergebnissen der Krankenkassen- Studie, fiel bei den meisten Versicherten der DAK die Proben negativ aus und es konnte keine Borreliose nachgewiesen werden. Dies könnte darauf hinweisen, dass einige Labortest mangelhaft waren und die Ergebnisse somit fehlerhaft sein könnten.

Verbindliche Laborregeln verlangt

Daher fordert die Krankenkasse verbindliche Regelungen für das Testverfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt muss ein Bluttest auch durch klinische Informationen ergänzt werden. Sonst kann nicht erkannt werden, ob es sich um eine abgeheilte Infektion handelt oder um eine Neuansteckung. Ob die Therapie gegen die Krankheit gut anschlägt, lässt sich auch mittels Laborwerten überprüfen.

Bei Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, hervorgerufen durch Bakterien. Neben Zecken kann sie auch durch Läuse übertragen werden. Anzeichen von Borreliose ist eine Rötung oder eine Entzündung der Einstichstelle, auch Wanderröte genannt. Auch kann eine Borreliose grippeähnliche Symptome hervorrufen, auch hier ist eine medizinische Behandlung erforderlich.

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