Mädchen saufen sich immer häufiger ins Koma


Alkohol steht bei den Jugendlichen scheinbar immer noch hoch im Kurs. Denn im vergangenen Jahr wurden so viele junge Menschen nach einem Alkoholexzess behandelt wie nicht zuvor. Wie das Statistische Bundesamt erklärte, nahm besonders der Anteil der jungen Frauen im vergangenen Jahr stark zu.

Allerdings gibt es auch regionale Unterscheide. So gehen die Jugendlichen in Ostdeutschland besonders leichtsinnig mit dem Alkohol um, wie die Krankenkasse DAK kürzlich mitteilte. Im vergangenen Jahr wurden 26.673 junge Menschen zwischen 10 und 19 Jahren nach einem Alkoholrausch in ein Krankenhaus eingeliefert.

Mehr Jugendliche im Krankenhaus behandelt

Dies stellt den höchsten Wert seit Einführung der Statistik vor 12 Jahren dar. 66 Prozent der Betroffenen sind sogar noch minderjährig, wie das Bundesamt in seiner Erklärung vom Montag mitteilte. Das sind drei Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Von 100.000 Einwohnern dieser Altersgruppe sind demnach 333 so genannte Koma- Säufer die im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Dies ist wiederum ein Zuwachs von 2,4 Prozent im Gegensatz zum vergangenen Jahr. Am meisten betrinken sich aber Jugendliche bis zur Bewusstlosigkeit, im Detail sind es 394 pro 100.000 Einwohnern. Am stärksten legte aber der Anteil der jungen Frauen zu. Im Vergleich zu 2011 nahm ihr Anteil um fünf Prozent auf 269 pro 100.000 Einwohnern zu.

Anstieg von 1,2 Prozent

Bei den männlichen Jugendlichen wurde hingegen nur ein Zuwachs von 0,8 Prozent verzeichnet. Die Zahl derjenigen die nach einem Saufgelage im Krankenhaus behandelt werden, steigt seit Jahren immer weiter an, einzige Ausnahme war bis jetzt das Jahr 2010. Im Jahr 2012 betrug der Anstieg 1,2 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr.

Nach einer aktuellen Statistik der Krankenkasse DAK gehen besonders die Jugendlichen in ostdeutschen Bundesländern leichtsinnig mit dem Alkohol um. Allerdings bescheinigt der aktuelle Drogenbericht der deutschen Bundesregierung, dass immer mehr Jugendliche weniger trinken, kiffen und rauchen. Somit öffnet sich die Schere zur kleinen Gruppe der Koma- Säufer immer weiter.

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