WISO findet gefährliche Stoffe in Schlankheitsmitteln und Aufbaupräparaten


Das Verbrauchermagazin WISO hat in Schlankheitsmitteln und Aufbaupräparaten aus dem Internet gefährliche Stoffe nachgewiesen. In einem Fall wurde Strafanzeige erlassen, in einem weiteren wurde eine Warnung herausgegeben. Auch Verbraucher, die diese Mittel bestellen, machen sich strafbar.

Das Verbrauchermagazin des ZDF „WISO“ hat in Schlankheitsmitteln und Aufbaupräparaten aus dem Internet gefährliche Inhaltsstoffe nachweisen können. Die Tester untersuchten zwölf unterschiedliche Produkte. In sieben fanden die Wissenschaftler Substanzen, die mindestens bedenklich und teilweise sogar lebensbedrohlich sind.

Aufgrund der Berichterstattung des Verbrauchermagazins wurde nun in einem Fall Strafanzeige gestellt. In einem weiteren Fall gab das Landeszentrum für Gesundheit in Nordrhein- Westfalen eine entsprechende Warnung heraus. Die Warnung sorgte sogar für Aufmerksamkeit außerhalb von Deutschland.

Heftige Reaktionen

Die bestellten Produkte hat das Verbrauchermagazin im Landeszentrum für Gesundheit im nordrhein- westfälischen Münster untersuchen lassen. In einem Schlankheitsmittel konnten die Wissenschaftler sogar ein hochdosiertes Dinitrophenol (DNP) nachweisen. Schon in kleinen Mengen soll es tödlich sein. Getarnt als „pure caffeine“ gelangt der Fettverbrenner über die Grenze.

In weiteren Proben wurde der Wirkstoff Sibutramin nachgewiesen, der inzwischen verboten ist. Der Stoff kann zum Beispiel heftige Reaktionen des Herzkreislaufsystems hervorrufen. Es kommt in den Schlankheitsmitteln Ultra Effect und Leisure 18 vor.

DEHA nachgewiesen

Auch bei den Aufbaupräparaten wurden bedenkliche Stoffe gefunden. So fanden die Wissenschaftler in M1D und Dianabol DHEA. Dabei handelt es sich um die Vorstufe des Hormons Testosteron. Bei Männer führt dies zum Wachstum der Brust. Bei Frauen hingegen verursacht DHEA männliche Körperbehaarung.

In einem anderen Mittel fanden die Wissenschaftler Rimonaband. Dieser Wirkstoff soll beim Abnehmen helfen, allerdings wurde der Stoff in der Zwischenzeit verboten, weil er bei den Anwendern zu einer gesteigerten Selbstmordgefahr führte. Bei vielen Produkten stimmt zudem die Deklaration nicht mit den Inhaltsstoffen überein, wie es in der Presseerklärung heißt.

Bericht morgen Abend im ZDF

Oft werden diese Produkte auch als rein pflanzlich vertrieben, was allerdings nichts anderes heißt, als das die Produkte Spuren von Pflanzen enthalten könnten. Wie das Verbrauchermagazin erklärte, setzt jeder sich einem großen Risiko aus, der auf solche Mittel aus dem Internet zurückgreift. Wie groß die Menge ist, die illegal nach Deutschland eingeschleust wurde, ist bis jetzt noch unbekannt.

Aber der deutsche Zoll stellte alleine im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Tabletten sicher. Auch Privatpersonen, die die diese Präparate im Internet bestellen, machen sich strafbar. Im günstigsten Fall droht eine Geldstrafe im schlimmsten Fall allerdings eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Der komplette Bericht ist am 01. Juli um 19:25 Uhr im ZDF zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.