Weltblutspendetag: DRK braucht mehr Blutspender


Das Deutsche Rote Kreuz erinnert zum Weltblutspendetag daran, dass mit knapp vier Millionen Deutschen immer noch zu wenige Bürger aktiv Blut spenden. Angesicht der immer älter werdenden Gesellschaft könne es in wenigen Jahren zu Blutengpässen kommen, warnt der DRK am Dienstag.

Wie jedes Jahr wird am 14. Juni der Weltblutspendetag begangen. Und wie jedes Jahr bemängelt das Deutsche Rote Kreuz die mangelnde Bereitschaft der deutschen Bevölkerung Blut zu spenden. Außerdem warnte das Rote Kreuz davor, dass es schon in wenigen Jahren zu Engpässen bei der Blutversorgung kommen könnte.

Nach aktuellen Angaben des Deutschen Roten Kreuzes geben pro Jahr etwa 3,9 Millionen Deutsche eine Blutspende ab. Damit wird gerade mal der Bedarf der Blutkonserven gedeckt, wie der DRK in einer Stellungnahme erklärte. Durch die immer älter werdende Gesellschaft könnte die Versorgung mit Spenderblut deutlich schlechter werden, warnt das DRK.

Altersdurchschnitt mit 44 Jahren relativ hoch

Mit dem Alter treten auch vermehrt Krankheiten auf und es wird mehr Spenderblut benötigt. Der Altersdurchschnitt der Blutspender beträgt im Moment ungefähr 44 Jahre, dies will das Deutsche Rote Kreuz allerdings ändern. Dazu wirbt der DRK in Schulen und Gymnasien und leistet Aufklärungsarbeit.

Viele junge Leute scheuen sich vor einer Blutspende, weil sie Angst vor Spritzen haben oder Angst haben sich bei einer Blutspende mit einer Krankheit zu infizieren. Doch diese Angst sei völlig unbegründet. So werde bei jedem Spender neues Material verwendet, erklärt der DRK am heutigen Dienstag weiter.

Blut spenden kann jeder zwischen 18 und 71 Jahren

Auch hat der DRK Probleme mit dem Nachwuchs. Viele Stammspender fallen nach und nach aus, aber es kommen nicht genügend neue Spender nach, moniert der DRK. Blut spenden darf jeder Bundesbürger der mindestens 18 Jahre alt ist. Die Altershöchstgrenze liegt beim DRK derzeitig bei 71 Jahren.

In den vergangenen Jahren wurde die Altersgrenze vom Deutschen Roten Kreuz immer wieder angehoben. Damit sie das Problem allerdings nicht gelöst, denn viele ältere Menschen nehmen regelmäßig Medikamente und scheiden somit als Blutspender aus, so der DRK zum Abschluss.

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