Wann Schwitzen in der Sauna gefährlich ist


Saunieren ist gut für die Gesundheit. Unter Umständen kann ein Saunabesuch aber auch lebensgefährlich werden, zum Beispiel wenn Alkohol im Spiel ist oder wenn Menschen mit Herz- Kreislauf- Erkrankungen in die Sauna gehen, sie haben ein hohes Risiko einen Kreislaufzusammenbruch zu erleiden.

Zwar ist Saunieren generell gesund, aber ein Saunabesuch kann unter Umständen auch lebensgefährlich sein, wie erst kürzlich drei Männer in Ennepetal erfahren mussten, denn sie starben in der Sauna. Die Todesursache ist bis jetzt immer noch unklar.

Mit Schnappsaufguss experimentiert

Das normale Saunaprogramm besteht aus Schwitzen abkühlen, ausruhen und entspannen. Doch genau dies ist den drei Männern zum Verhängnis geworden. Sie starben nach einer Nicolauspary in einer privaten Sauna. Selbst nach der Obduktion ist ihre Todesursache noch unklar.

Die Polizei geht von einem Herz- Kreislaufversagen aus, andere wiederum mutmaßen, die Drei hätten mit einem Schnapsaufguss experimentiert. Wäre letzteres wirklich der Fall, hätten die drei Männer wissentlich ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Denn Alkohol in der Sauna ist ein Tabu und das auch in Form eines Schnapssaufgusses.

Hemmschwelle sinkt

Der Alkohol verdunstet durch den Aufguss sehr schnell und gelangt über die Schleimhäute direkt in Blutkreislauf des menschlichen Körpers. Ob der Alkohol nun getrunken oder über die Schleimhäute aufgenommen wird ist grundsätzlich egal, die Auswirkungen sind in der Regel dieselben.

Denn Alkohol wirkt Gefäßerweiternd. Im Gegenzug sinkt auch der Blutdruck, somit befindet sich mehr Blut in den Armen und Beinen als im Gehirn. Wer also Alkohol in der Sauna zu sich nimmt, riskiert einen Kreislauf- Kollaps. Zudem senkt Alkohol die Hemmschwelle. Dadurch machen Saunagänger zu viele Aufgüsse, bleiben zu lange in der Sauna und setzten sich zu oft den hohen Temperaturen aus.

Körper reagiert wie bei einer Grippe

In der Sauna herrschen in der Regel Temperaturen zwischen 70 und 110 Grad. Der Körper reagiert auf diese Temperaturen ähnlich wie bei einer Grippe und aktiviert seine Abwehrzellen. Die Blutgefäße erweitern sich und pumpen die doppelte Menge Blut durch den menschlichen Körper. Aber auch die Atem- und Herzfrequenz wird erhöht.

Bei gesunden Menschen führt das dann dazu, dass sich die Muskeln entspannen. Bei Menschen mit Herz- Kreislauf- Störungen sieht das hingegen schon wieder ganz anders aus. Wer bereits bei den geringsten körperlichen Aktivitäten Herzflattern bekommt, sollte die Sauna auf jeden Fall meiden. Das Herz dieser Menschen mag es am liebsten, wenn alles möglichst gleichmäßig verläuft.

Menschen mit schwachen Herz sollten nicht in die Sauna

Schon die geringsten Belastungen können diese Menschen sehr anstrengen. Ein Besuch in der Sauna hätte für diese Menschen einen ganz ähnlichen Effekt. Zudem sollten diese Menschen auch mit kalten Güssen nach dem Saunagang vorsichtig sein.

Durch den Heiß- Kalt- Effekt ziehen sich die Gefäße wieder zusammen. Das was den Reiz des Saunierens eigentlich ausmacht, führt bei diesen Menschen schnell zu einem Kreislaufzusammenbruch. Menschen mit einem schwachen Herz und Herzklappenproblemen sollten daher die Sauna meiden.

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