Neuartiges Blutzucker- Messgerät wird entwickelt


Bis jetzt war immer eine Blutprobe nötig, wenn der Blutzuckergehalt gemessen werden sollte. Das Unternehmen Blueprint Medical arbeite nun aber an einem Messgerät, dass ohne die Blutprobe auskommen soll. Dabei wird der Finger des Diabetikers durchleuchtet und bestimmt so den Blutzuckerwert. Das neue Gerät soll 2015 auf den Markt kommen und 2000 Euro pro Stück kosten.

Diabetes ist in Deutschland präsent wie nie zu vor. Etwa sieben Millionen Menschen leiden in Deutschland an der Zuckerkrankheit, Tendenz steigend. Um den Blutzuckerwert zu messen, war bis heute immer ein Pieks nötig. Doch dies könnte in wenigen Monaten schon der Geschichte angehören.

Eine neuartige Technologie wird derzeitig von dem Wirtschaftsministerium des norddeutschen Bundesland Mecklenburg- Vorpommern mit 700.000 Euro gefördert. Gemeinsam mit der Rostocker Universität entwickelt das Unternehmen Blueprint Medical ein optisches Blutzucker- Messgerät. Durch die neue Technologie kann in Zukunft der Blutzuckerwert nicht invasiv bestimmt werden.

Kostenpunkt 2000 Euro pro Stück

Das Gerät bestimmt dann nicht, wie bis heute üblich, den Blutzuckerwert anhand eines Tropfen Blutes, sondern durchleuchtet viel mehr den Finger und bestimmt so den Blutzuckerwert des Diabetikers. Ist der Wert frühzeitig bekannt, kann eine frühzeitige Diabetes- Erkrankung erkannt und besser therapiert werden.

Sinkt der Blutzuckerwert sinkt auch das Risiko zu schweren Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Nierenschäden. Das neuartige Gerät soll frühestens 2015 auf den Markt kommen. Allerdings ist es mit etwa 2000 Euro pro Stück kein Schnäppchen und nicht für jeden erschwinglich.

Durchbruch für Diabetiker

Nach Angaben des Unternehmens stellt das neue Gerät aber einen Durchbruch für Diabetiker dar, denn die neue Methode soll schmerzfrei und vor allem sicher verlaufen, wie das Unternehmen in einer Stellungnahme betonte.

In das neuartige Gerät, das erstmals den Blutzuckerwert ohne Entnahme von Blut bestimmen kann, fließen Forschungsgelder in Höhe von 880.000 Euro. Allein 669.000 Euro kommen aus dem Fond der EU für regionale Entwicklung. Ziel ist es, ein Produkt aus Europa auf dem globalen Wachstumsmarkt der Sensortechnik zu platzieren, der im Moment von den USA dominiert wird.

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