UN- Aids Bericht: Weniger Kondome aber mehr Sex- Partner


Die UN warnt in ihrem aktuellen Aids- Bericht vor einer gefährlichen Entwicklung bei der unheilbaren Krankheit Aids. Zwar sank die Zahl der Neuansteckungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Dennoch nutzen immer weniger Menschen Kondome, bei einer höheren Zahl an Sexpartnern.

Aids gehört zu den gefährlichsten Krankheiten unserer Zeit. Zwar ist die Zahl der Neuansteckungen in den vergangenen Jahren gesunken, dennoch schlagen die Experten der Vereinten Nationen in ihrem aktuellen Aids- Bericht Alarm. In vielen afrikanischen Ländern werden immer weniger Kondome benutzt. Im Gegenzug steigt allerdings die Zahl der Sexpartner. Ein gefährlicher Trend, wie die Experten der Vereinten Nationen erklärten.

Aus diesem Grund warnen die Experten der UN vor wachsendem Leichtsinn gegenüber der Krankheit Aids. Zwar sind in den vergangenen Jahren nicht nur die Neuansteckungen zurückgegangen, sondern auch die Zahl der Aids- Toten, dennoch gefährdet die neuste Entwicklung den positiven Trend.

Weniger Kinder mit HIV infiziert

Vor allen in den afrikanischen Ländern Uganda, Senegal, Niger und Elfenbeinküste werden immer weniger Kondome genutzt. Im letzten Jahr infizierten sich ungefähr 2,3 Millionen Menschen neu mit HI- Virus. 70 Prozent der neu Infizierten leben südlich der Sahara. Global gesehen sank die Zahl der Neuansteckungen seit dem Jahr 2001 um gut ein Drittel, wie es in dem Bericht der Vereinten Nationen weiter heißt.

1,6 Millionen Personen starben im letzten Jahr an der Krankheit, das sind ungefähr 30 Prozent weniger, als noch im Jahr 2001. Allerdings steigt die Zahl der Infektionen in einigen Gebieten der Erde weiter deutlich an. Zu ihnen gehören unter anderen Nahost, Nordafrika, Zentralasien und Osteuropa. Im Jahr 2001 infizierten sich noch ungefähr 520.000 Kinder mit dem gefährlichen Virus, im letzten Jahr waren es mit 260.000 noch gut die Hälfte.

36 Millionen Tote bis heute

Laut dem aktuellen Bericht der UN leben global etwa 35,3 Millionen Menschen mit dem tödlichen Virus im Blut. Vor etwa 30 Jahren wurde die todbringende Krankheit entdeckt, seitdem sind ungefähr 36 Millionen Menschen an der Krankheit Aids oder damit zusammenhängenden Krankheiten gestorben.

Ende des letzten Jahres erhielten ungefähr 9,7 Millionen Menschen aus Ländern mit mittleren oder niedrigen Einkommen eine moderne Therapie gegen das Virus. Dies bedeutet einen Anstieg von ungefähr 20 Prozent innerhalb eines Jahres. Ziel der UN ist es, dass bis zum Jahr 2015 mindestens 15 Millionen Infizierte eine moderne Therapie erhalten sollen.

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