Umfrage: Viele Deutsche fühlen sich mit Verbraucherinformationen überfordert


Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat Ende des vergangenen Jahres nach der Verständlichkeit der Informationen auf Lebensmitteln, Medikamenten und Co gefragt. Jeder Dritte hielt die Informationen für verwirrend. Am meisten wurden die Informationen bei der Steuererklärung besanstandet.

Der Verbraucher wird tag täglich mit Unmengen an Informationen konfrontiert. Sei es die Inhaltsstoffe in der Salami oder der Beipackzettel zum neuen Medikament. Doch viele der Deutschen sind mit diesen Informationen schlichtweg überfordert, wie jetzt eine aktuelle Forsa- Umfrage bestätigte. Ältere Menschen sind dabei allerdings mehr überfordert als jüngere.

2600 Deutsche befragt

Jedem dritten Befragten sind die Informationen auf den Verpackungen nur schwer verständlich, wie die Umfrage unter 2600 Deutschen ab 18 Jahren ergab. Die Studie wurde im November und Dezember des vergangenen Jahres durchgeführt. Im Interview fragten die Meinungsforscher zu Informationen aus verschiedensten Lebensbereichen wie zum Beispiel Lebensmittel oder Medizin.

Bei den über 60 Jahre alten Befragten gaben durchschnittlich 40 Prozent an, dass die Informationen auf den Produkten nur schwer verständlich seien. Bei den etwas jüngeren, den 45 bis 59 Jahre alten Befragten waren es nur noch 37 Prozent, die 30 bis 44 Jahre alten Befragten finden die Informationen nur zu 27 Prozent schwer verständlich und bei den 18 bis 29 Jährigen 21 Prozent.

Meisten Probleme bei der Steuererklärung

Die meisten Probleme mit den Informationen haben die Deutschen offensichtlich mit der Steuererklärung. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten dann die Informationen von Versicherungen und Banken. Gerade mal fünf Prozent der Befragten könnten die Informationsblätter der Versicherung verstehen.

Bei den Arzneimitteln fanden etwa 33 Prozent der Befragten die Informationen auf Packungsbeilagen verständlich. Außerdem fragten die Meinungsforscher nach den Gründen, warum die Informationen so unverständlich geschrieben seien. Die Befragten waren zu 50 Prozent der Meinung, dass auf Lebensmitteln und bei Versicherungen die Formulierungen absichtlich so unverständlich verfasst wurden. Bei Medikamenten und Steuererklärungen waren davon noch 17 Prozent überzeugt.

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