Umfrage: 85 Prozent der Deutschen mit ihrem Job unzufrieden


Nach einer aktuellen Umfrage des Gallup- Beratungsunternehmens haben 24 Prozent der Arbeitnehmer schon innerlich gekündigt, 61 Prozent machen ihren Dienst streng nach den Vorschriften und nur 15 Prozent stehen mit Haut und Haar hinter ihrem Job. Befragt wurden 2198 Arbeitnehmer ab einem Alter von 18 Jahren.

Experten verwundern diese Ergebnisse nicht, denn immer weniger Arbeitnehmer müssen immer mehr Arbeit bewältigen. Hinzu kommt oft auch der psychische Druck des Vorgesetzten, der noch mehr Leistung von seinem Untergebenen fordert. Durch die neue Technik gehen uns viele Vorteile wie geregelte Arbeitszeiten wieder verloren.

Mitstreiter suchen

Somit verfallen wir wieder in frühkapitalistische Zeiten. Oft fordern Vorgesetzt von ihren Arbeitnehmern mehr Multitasking- Fähigkeit und ein besseres Zeitmanagement. Doch diese Forderungen stoßen schon lange an ihre Grenzen. Die Arbeitnehmer schuften den ganzen Tag und sind auch im Feierabend noch in Rufbereitschaft, somit fällt es vielen schwer abzuschalten.

Experten raten den Arbeitnehmern zu mehr Mut sich gegen diese Entwicklung zu wehren. Durch die vielen Überstunden leide das Privatleben mit der Familie, Hobbys und Freunden und letztendlich geht auch die ganze Lebensfreude verloren. Wichtig beim Kampf gegen diese Entwicklung ist es, sich Mitstreiter zu suchen.

Gespräch mit dem Chef suchen

Denn der Druck der Vorgesetzen trifft in der Regel alle Arbeitnehmer. Im Team hat man im Normalfall eine vollkommen andere Schlagkraft. Wenn alle zusammen pünktlich Feierabend machen, dann muss dies nicht der Einzelne rechtfertigen. Zudem sollten Mitarbeiter auch das Gespräch mit dem Chef suchen.

Wenn der Vorgesetzte einmal mit neuer Arbeit ankommt, sollten Angestellte ihm klar machen, was dafür liegen bleibt. Wenn dies alles nichts hilft und der Chef noch mehr Druck macht, sollte man ruhig ein Projekt mal gegen die Wand fahren, damit das Unternehmen reagiert. Dies ist aber wiederrum nicht ganz ungefährlich.

Beruflicher Aufstieg hat seine Schattenseiten

Zählt man zu den Leistungsträgern, dürfte dies kein Problem darstellen, gehört man allerdings zu den schwächeren 50 Prozent, könnte es sein, dass man erst richtig Probleme bekommt. Im Vorfeld kann man aber seine Leistungsbereitschaft signalisieren und sich für Fortbildungen melden. Mit besseren Qualifikationen ist die Chance auch höher wieder Herr seines Arbeitsalltages zu werden.

Doch der berufliche Aufstieg hat auch seine Schattenseiten. Wer im Job aufsteigt sollte prüfen, ob der neue Job überhaupt noch zu ihm passt. Daher sollte sich jeder Arbeitnehmer fragen was eigentlich seine Talente sind und ob sein neuer Job dazu passt.

Weniger erwarten

Allerdings macht die neue Studie auch klar, wenn 85 Prozent der Menschen mit ihren Job unzufrieden sind, kann man dies nicht mit einem Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber ändern. Wenn wir immer nur versuchen den Job zu finden, der uns glücklich macht, kommen wir nie ans Ziel.

Wer also viel Geld verdienen will, wird immer zu wenig auf seinem Lohnzettel zu stehen haben und wer auf viel Anerkennung durch seinen Chef hofft, wird auch zu wenig Anerkennung erhalten. Je höher die Erwartungen in diesen beiden Punkten, desto größer die Enttäuschung. Wenn ich von allem ein bisschen weniger erwarte, werden meine Erwartungen öfter erfüllt.

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